Du suchst das perfekte Hefeteig Grundrezept? Dann bist Du hier genau richtig. Egal, ob Du frische Hefe oder Trockenhefe im Haus hast – mit meiner Anleitung gelingt Dir der Teig garantiert fluffig und weich. Als Expertin für Hefeteig zeige ich Dir Schritt für Schritt, wie Du den Teig richtig knetest, woran Du erkennst, dass er fertig ist (Fensterprobe!) und wie Du typische Fehler vermeidest.
Einfaches Hefeteig Rezept für jeden Tag
Hefeteig ist richtig zubereitet unvergleichlich zart. Beim Essen zergeht er fast auf der Zunge. Für mich gibt es nicht viel, was es mit einem richtig guten Germteig aufnehmen kann. In den über 200 Kommentaren unter diesem Beitrag schreiben mir Leser:innen immer wieder eine Sache: Sie hatten jahrelang Angst vor Hefeteig und dachten, die Hefeteig Zubereitung sei unglaublich kompliziert. Geht es Dir auch so?
Dann ist heute Schluss damit! Hefe ist zwar empfindlich und verzeiht keine groben Fehler, aber sie ist handzahm, wenn Du weißt, wie Du sie behandeln musst. In diesem umfassenden Hefeteig Guide nehme ich Dich an die Hand und beantworte alle Deine Fragen rund ums Hefeteig Grundrezept, das richtige Kneten, Aufbewahren und Einfrieren.
Ich habe Dein Rezept entdeckt, nachdem bei mir schon mehrere Teige in der grünen Tonne gelandet sind. Aber jetzt gelingt jeder Hefeteig nach Deinem Rezept! Backe jede Woche abwechselnd Pflaumen- oder Apfelkuchen. Toll. Toll Toll.
Heidi
💡 Update: Im Video nutze ich noch flüssige Butter. Für ein noch fluffigeres Ergebnis empfehle ich Dir heute jedoch weiche Butter, wie im Rezept beschrieben.
Kurz erklärt: Was ist Hefeteig?
Hefeteig ist ein Teig aus Mehl, Flüssigkeit, Hefe und meist Zucker oder Salz. Die Hefe wandelt Zucker in Kohlendioxid um – dadurch geht der Teig auf und wird locker. Mit dem richtigen Grundrezept gelingt Hefeteig süß oder herzhaft, mit frischer Hefe oder Trockenhefe.
Welche Arten von Hefeteig gibt es?
- Süßer Hefeteig
- Herzhafter Hefeteig
- Leichter / schwerer Hefeteig
- Hefeteig mit frischer Hefe
- Hefeteig mit Trockenhefe
- Hefeteig mit kalter Führung
- Hefeteig mit Vorteig
Grundsätzlich werden Hefeteige nach ihrem Fettanteil in leichte, mittelschwere und schwere Hefeteige eingeteilt. Schwerer Hefeteig enthält mehr Fett und ist dadurch aromatischer, aber auch weniger bekömmlich. Leichte Hefeteige sind einfacher in der Verarbeitung und werden besonders luftig.
Leichte Hefeteige enthalten auf 500 Gramm Mehl etwa 50 bis 70 Gramm Fett. Da ich immer das gleiche altbewärte Rezept verwende, gehören fast alle meine Hefeteig Rezepte zu den leichten Hefeteigen.
Hefeteig Guide: Tipps für die Zubereitung
Ein guter Hefeteig braucht Zeit und die richtige Technik. Wenn Du Dich von dem Gedanken verabschiedest, unter Zeitdruck backen zu wollen, erzielst Du die besten Ergebnisse.
Mit diesen 6 Tipps gelingt der Hefeteig mit frischer Hefe garantiert
- Haltbarkeit prüfen: Erst einen Blick auf das Datum werfen. Ist die Hefe noch frisch?
- Vorteig machen: So gehst Du sicher, dass die Hefe noch genug Triebkraft hat.
- Fingertest machen: Die Hefe nur in lauwarmer Flüssigkeit auflösen (handwarm, max. 37 °C).
- Ausreichend kneten: Den Teig volle 10 Minuten bearbeiten.
- Fensterprobe machen: Ein Stück Teig so dünn auseinanderziehen, dass Du fast hindurchsehen kannst, ohne dass er reißt.
- Schutz bieten: Zugluft vermeiden und den Teig abgedeckt gehen lassen.
Angelinas Starter-Set für Hefeteig
Für perfekten Hefeteig verwende ich diese bewährte Ausstattung:
- Küchenmaschine: Kenwood Cooking Chef (Amazon-Affiliate-Link) – Kraftvoll, zuverlässig, perfektes Kneten
- Rührschüssel: Mepal Rührschüssel (Amazon-Affiliate-Link) – Hefeteig klebt nicht, leicht zu reinigen
- Küchenwaage: Soehnle Page Profi (Amazon-Affiliate-Link) – Bis 15 kg, grammgenau, große Wiegefläche
Diese drei Produkte verwende ich seit Jahren – damit gelingt jeder Hefeteig garantiert!
Die richtige Knettechnik: Stand und Struktur
Ein Hefeteig braucht etwa 10 Minuten Bearbeitung (bei Mehl Type 405), um ein stabiles Teiggerüst zu entwickeln. Nur so behält er später seine Form und bekommt den nötigen Stand. Ob Handarbeit, Rührgerät oder Küchenmaschine – jedes Gerät knetet anders. Schalte Dein Gerät zwischendurch aus, um die Konsistenz mit den Fingern zu prüfen.
Vorsicht vor Überkneten: Knete den Germteig nicht stundenlang. Sobald der Teig zu glänzen beginnt, wird er wieder klebrig – ein Zeichen dafür, dass das Teiggerüst instabil wird und in sich zusammenfällt.
Wie sieht perfekt gekneteter Hefeteig aus?
Du erkennst die optimale Beschaffenheit daran, wie sich der Teig anfühlt: Er sollte herrlich weich, geschmeidig und nicht klebrig sein. Die Oberfläche ist glatt und matt. Wenn Du leicht mit dem Finger hineindrückst, sollte der Teig elastisch zurückspringen.
Wie erkenne ich mit der Fensterprobe, ob der Teig fertig ist?
Wenn Du sichergehen willst, dass das Teiggerüst stabil genug ist, machst Du den ultimativen Check:
- Nimm ein kleines Stück Teig und ziehe es vorsichtig mit den Fingern nach allen Seiten auseinander.
- Das Ziel: Du kannst den Teig so dünn ausziehen, dass er fast durchsichtig ist (wie eine Fensterscheibe), ohne zu reißen.
- Das Ergebnis: Reißt der Teig sofort ein, ist die Struktur noch nicht stabil genug – knete ihn dann einfach noch 2–3 Minuten weiter.
Warum kommt die Butter zum Schluss in den Hefeteig?
Fett hemmt die Hefe und die Ausbildung des Klebereiweißes. Wenn Du die Butter erst zum Schluss hinzugibst, kann sich das Teiggerüst vorher optimal stabilisieren. Zudem verhinderst Du so, dass der Teig durch zu langes Kneten überhitzt und zäh wird.
Expertinnen-Tipp: Verwende weiche Butter statt flüssiger Butter. Sie verbindet sich geschmeidiger mit dem Teig, ohne die Struktur zu zerstören. Darauf solltest Du bei meinem Hefeteig Grundrezept unbedingt achten!
Mein gelingsicheres Hefeteig Grundrezept: So geht’s
Hefeteig zu backen, kann selbst für langjährige Backfans eine Herausforderung sein. Damit Dein Teig garantiert gelingt, habe ich dieses Rezept über Jahre perfektioniert. Bitte halte Dich exakt an die Mengenangaben und tausche keine Zutaten aus – dieses abgestimmte Verhältnis ist Dein Garant für das perfekte Ergebnis.
Zutaten
Für den Hefeteig (Grundrezept):
Zubereitung
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Für den Vorteig (mit frischer Hefe) das Mehl in eine große Rührschüssel sieben und in der Mitte eine Mulde formen.
Tipp: Ich nutze eine 5-Liter-Rührschüssel von Mepal (Amazon-Affiliate-Link) – sie hat die ideale Größe, damit der Teig Platz zum Aufgehen hat und nicht klebt. - Die Hefe in lauwarmer Milch (nicht wärmer als 37 Grad) mit 3 EL Zucker von den insgesamt 80 Gramm Zucker auflösen.
- Die Hefemischung in die Mulde geben und mit etwas Mehl vom Rand bestreuen.
- Die Mischung abgedeckt an einem warmen Ort ohne Zugluft für 20 Minuten gehen lassen. Wichtig: Nicht länger als 20 Minuten gehen lassen!
- Alternative mit Trockenhefe: Bei Trockenhefe entfällt der Vorteig (Schritte 2-4). Vermische einfach Mehl, Trockenhefe und Zucker direkt in der Schüssel, gib die restlichen Zutaten dazu und knete alles wie ab hier beschrieben.
-
Für den Hauptteig die übrigen Zutaten (außer der Butter!) zum Vorteig geben. Den Teig mit einer Küchenmaschine oder einem Rührgerät mit Knethaken 2-3 Minuten verkneten.
Tipp: Ich verwende eine Kenwood Cooking Chef (Amazon-Affiliate-Link) – sie knetet Hefeteig perfekt und ist jeden Cent wert. - Die weiche Butter zum Teig geben, wenn die übrigen Zutaten schon kurz verknetet sind.
- Den Teig weitere 7 Minuten kneten. Insgesamt den Hefeteig 10 Minuten kneten!
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Die Fensterprobe (Gelinggarantie): Nimm ein kleines Stück Teig und ziehe es vorsichtig mit den Fingern auseinander.
✅ Perfekt: Du kannst den Teig so dünn ziehen, dass er fast durchsichtig ist (wie ein milchiges Fenster), ohne zu reißen.
❌ Nicht fertig: Reißt der Teig sofort? Dann knete ihn noch 2-3 Minuten weiter. Nur wenn das Glutengerüst steht, wird der Teig später fluffig! - Der fertige Teig sollte weich sein und fast nicht mehr kleben. Forme ihn von Hand zu einer Kugel.
- Teig zurück in die Schüssel geben, leicht mit Mehl bestreuen (damit er nicht austrocknet) und abgedeckt 60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
- Vor dem Ausrollen den Teig kurz durchkneten ("abschlagen"), damit die großen Luftblasen entweichen.
- Anschließend nach Belieben weiterverarbeiten. Zum Beispiel zu einem Hefezopf oder Hefeschnecken.
- Den Backofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen und das Gebäck je nach Größe für ca. 30 Minuten goldbraun backen.
Hat es geschmeckt?
Hat Dir mein Hefeteig Grundrezept gefallen? Dann freue ich mich riesig über eine 5-Sterne-Bewertung! ⭐ Verrate mir in den Kommentaren: Was hast Du gebacken? Einen klassischen Zopf, Pizza oder etwas ganz anderes? Ich bin super gespannt auf Deine Kreation und helfe Dir bei Fragen gerne weiter!
Was ist Hefe? (Backhefe oder Germ)
Backhefe – in Österreich als Germ bezeichnet – besteht aus Hefepilzen der Gattung Saccharomyces (lateinisch für „Zuckerpilz“). Diese Organismen fungieren als biologisches Gär- und Triebmittel, indem sie Zucker in Kohlendioxid umwandeln und so den Teig lockern. Die Anwendung ist vielseitig:
Neben klassischen süßen Hefeteigen wird Backhefe für herzhafte Backwaren wie Brot, Brötchen oder Pizzateig eingesetzt. In meiner Grafik siehst Du, wie eine Hefezelle aufgebaut ist.
Was ist der Unterschied zwischen frischer Hefe und Trockenhefe?
Die Entscheidung zwischen frischer Hefe oder Trockenhefe beeinflusst sowohl das Aroma als auch die Handhabung Deines Teiges. Technisch gesehen ist Trockenhefe frische Hefe, welcher im Herstellungsprozess das Wasser entzogen wurde. In diesem Hefeteig Guide erkläre ich Dir, warum beide Varianten ihre Berechtigung haben, ich persönlich aber eine klare Favoritin habe.

Hefeteig mit frischer Hefe zubereiten
Ein handelsüblicher Würfel frische Hefe wiegt 42 Gramm. Als Hefeteig Expertin erkenne ich die Qualität der Backhefe an einer hellbraunen Farbe und dem muschelförmigen Bruch.
- Vorteil: Ein intensiveres Backaroma.
- Nachteil: Begrenzte Haltbarkeit (ca. 10–14 Tage im Kühlschrank) und abnehmende Triebkraft bei Überlagerung.
Der Expertinnen-Check: So erkennst Du die Frische
Bevor Du mit dem Backen startest, empfehle ich Dir diesen kurzen Test. So gehst Du sicher, dass Deine Hefe noch die volle Triebkraft besitzt:
- Nicht schneiden: Brich den Hefewürfel vorsichtig mit den Fingern durch, anstatt ein Messer zu benutzen.
- Struktur prüfen: Frische Hefe leistet einen leichten Widerstand und bricht dann in sauberen, leicht gewölbten Schichten ab – eben wie die Innenseite einer Muschel.
- Oberfläche bewerten: Die Bruchstelle sollte matt glänzen, sich trocken anfühlen und keinesfalls schmierig oder klebrig sein.
Mein Tipp: Zeigt die Hefe diesen typischen muschelförmigen Bruch nicht mehr, ist sie oft schon zu alt und Dein Teig wird nicht mehr optimal aufgehen. Verwende dann lieber Trockenhefe und gehe kein Risiko ein!
Gut zu wissen: 42 Gramm frische Hefe lassen sich durch 2 Päckchen Trockenhefe á 7 Gramm ersetzen.
Umrechnungstabelle: Frische Hefe mit Trockenhefe ersetzen
Damit Dein Hefeteig-Grundrezept immer gelingt, ist das richtige Verhältnis entscheidend. Ein Standard-Würfel frische Hefe entspricht genau zwei Päckchen Trockenhefe.
Wie viel frische Hefe für 500 g Mehl?
Kurz und knapp: Für 500 Gramm Mehl benötigst Du bis zu 30 Gramm Hefe. Das ist absolut ausreichend! Je weniger Hefe Du verwendest, desto länger die Gehzeit Deines Teiges. In vielen meiner neueren Hefeteig Rezepte verwende ich nur noch 21 Gramm frische Hefe.
Für die Zubereitung über Nacht im Kühlschrank benötigst Du sogar nur 5 Gramm Hefe. Auch hier habe ich mich langsam an die richtige Menge herangetastet.
Wie benutzt man frische Hefe richtig?
Damit Dein Hefeteig garantiert aufgeht, ist die richtige Aktivierung der Mikroorganismen entscheidend. Meist scheitert es nicht am Rezept, sondern an einer zu hohen Temperatur zu Beginn.
🌡️ Die 37°C-Regel
Die Temperatur ist der wichtigste Faktor:
- Optimum: 32°C bis 37°C (handwarm).
- Letale Zone: Ab 45°C denaturieren die Proteine der Hefezellen – der Teig bleibt flach.
- Mein Tipp: Nutze ein Küchenthermometer. Das ist die sicherste Methode, um die Hefe nicht zu „verbrennen“.
Profi-Equipment für die Temperatur
Damit Du Dir nie wieder Sorgen machen musst, ob Dein Teig aufgeht, empfehle ich Dir mein absolutes Lieblings-Tool für die Küche:
- Mein Geheimtipp: Dieses Küchenthermometer (Amazon-Affiliate-Link) sorgt dafür, dass Du immer die perfekte Temperatur triffst und Deine Hefe garantiert aktiv bleibt.
Du willst wissen, warum Dein Teig trotz korrekter Temperatur nicht aufgegangen ist? In meinem Artikel Hefeteig geht nicht auf: 7 Fehler bei der Hefeteigherstellung zeige ich Dir genau, wie Du alle Stolpersteine vermeidest, damit Dein Gebäck perfekt gelingt.
Hefeteig mit Trockenhefe zubereiten
Trockenhefe ist die unkomplizierte Lösung für spontane Backprojekte und eine verlässliche Reserve in Deinem Vorratsschrank.
Vorteile:
- Wesentlich längere Haltbarkeit (keine Kühlung nötig).
- Kein Vorteig erforderlich: Die Hefe kann direkt mit dem Mehl vermischt werden.
- Unkomplizierte Handhabung: Du musst keine Rücksicht auf die Reihenfolge der Zutaten nehmen.
Nachteile:
- Weniger intensives Backaroma als bei frischer Hefe.
- Etwas schwächere Triebkraft bei sehr schweren Teigen.
Mein Tipp: Nutze Trockenhefe als praktisches Backup. Wenn Du jedoch Wert auf das maximale Aroma legst, bleibt frische Hefe die erste Wahl.
Fazit: Schmeckt Hefeteig mit frischer Hefe wirklich besser?
Ja, frische Hefe entwickelt während der Gehzeit ein intensiveres Aroma. Dennoch ist Trockenhefe eine legitime Wahl für spontanes Backen. Wenn Du maximale Flexibilität möchtest, kannst Du frische Hefe auch einfrieren oder Hefe selbst herstellen – so musst Du beim Geschmack keine Kompromisse eingehen.
Hefeteig mit frischer Hefe und Vorteig
Ich mache bei Hefeteig mit frischer Hefe immer zuerst einen Vorteig. Doch was bringt dieser zusätzliche Schritt eigentlich? Der Vorteig macht wirklich den Unterschied! Zum einen bleibt Dein Hefeteig lange frisch und erhält einen besonders feinen Geschmack, ohne unangenehm nach Hefe zu schmecken. Zum anderen siehst Du schon nach 20 Minuten, ob sich die frische Hefe richtig entwickelt – denn nichts ist nerviger als Hefe, die keine Triebkraft mehr hat.
Meine Methode: Der weiche Vorteig Ich nutze in meinen Rezepten den unkomplizierten weichen Vorteig. Dabei musst Du die Zutaten nicht vermengen: Gieße die Hefeflüssigkeit einfach auf das Mehl und lasse den Gärprozess abgedeckt starten.
Der beste Hefeteig – Vorteile Vorteig auf einen Blick
- Triebkraft-Check: Sicherheit, dass die Hefe aktiv ist, bevor der Hauptteig geknetet wird.
- Aroma-Entwicklung: Ein feinerer, buttrigerer Geschmack durch kontrollierte Fermentation.
- Längere Haltbarkeit: Die Feuchtigkeit wird besser gebunden – Dein Gebäck bleibt länger saftig.
Hefeteig ohne gehen lassen – geht das?
Ein Hefeteig, der nicht gehen muss? Sorry, aber das gibt es nicht – zumindest nicht, wenn Du ein erstklassiges Ergebnis erwartest. Für die perfekte Konsistenz solltest Du Deinem Teig sogar zwei Gehphasen gönnen. Das entspannt das Klebereiweiß und sorgt für eine stabile Glutenstruktur. Ohne diese Geduld entstehen oft riesige Löcher und eine ungleichmäßige, grobe Krume.
Die Voraussetzung für den perfekten Hefeteig? Zeit!
Es macht mich ärgerlich, wenn dazu geraten wird, den Teig zum Gehen in den warmen Ofen zu stellen, nur um den Prozess zu beschleunigen. Klar, der Teig kommt durch die Hitze schneller hoch, aber Du verlierst dabei an Qualität. Ein forcierter Teig ist oft schwer bekömmlich und liegt später wie ein Stein im Magen.
Als erfahrene Bäckerin rate ich Dir: Vertraue auf eine langsame Gärung bei Zimmertemperatur. Nur so haben die Enzyme im Mehl genug Zeit, den Teig optimal aufzuschließen. Dieser langsame Prozess sorgt für ein deutlich tieferes Aroma und macht Dein Gebäck für Deinen Körper verträglicher. Wenn Du Zeit sparen willst, gibt es ganz andere Tricks!
Hefeteig im Kühlschrank gehen lassen – klappt das?
Ja, Hefeteig im Kühlschrank zubereiten klappt sogar ganz hervorragend! Die Hefezellen mögen warme Orte. Unter 10°C verlangsamt sich der Gärprozess dagegen. Du kannst Deinen Hefeteig also ordentlich durchkneten und dann zum Gehen über Nacht in den Kühlschrank stellen. Du solltest allerdings bei der sogenannten kalten Führung die Hefemenge reduzieren (Ich verwende nur 5 Gramm) und die Zutaten kalt vermengen.
FAQ: Hefeteig zubereiten
Der Vorteig muss max. 20 Minuten gehen. Der Hefeteig muss für den Hefeteig mit warmer Führung 60 Minuten gehen und direkt weiterverarbeitet werden.
Du kannst den Hefeteig mit 5 Gramm Hefe über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Achte darauf, dass die Flüssigkeit kalt ist. Man nennt diese Verarbeitung Hefeteig mit kalter Führung.
Du kannst Frische Hefe einfach durch Trockenhefe ersetzen. Ein Päckchen Trockenhefe enthält 7 Gramm. Ein Würfel Hefe hat in Deutschland 42 Gramm.
Du kannst 1 Würfel Hefe durch 2 Päckchen Trockenhefe ersetzen.
Du kannst 1 Päckchen Trockenhefe durch 1/2 Würfel frische Hefe á 21 Gramm ersetzen.
Nein, nur Hefeteig, der mit wenig Hefe (ca. 5 Gramm frische Hefe) und mit kalten Zutaten vermischt wurde, darf über Nacht in den Kühlschrank.
Ja. Lass Deinen Vorteig nicht länger als 20 Minuten gehen. Lass den Hefeteig nicht länger als 60 Minuten gehen.
Knete den Hefeteig 10 Minuten durch. Erst durch das Kneten entsteht die Teigstruktur, die wichtig ist, damit der Hefeteig später nicht zusammenfällt. Achtung: Knete nicht zu lange! Hefeteig kann auch überbietet werden. Er wird dann wieder feucht und klebrig.
Damit der Teig gleichmäßig im Ofen aufgeht, musst Du den Teig nach der Gehzeit kräftig durchkneten. Das nennt man Hefeteig abschlagen.
Von Hand kneten hat den Vorteil, dass Du ganz genau siehst, wann Dein Hefeteig nicht mehr klebt. Auch eine Rührmaschine mit Knethaken eignet sich gut. Bleibt beim Kneten mit der Küchenmaschine währen des Kneten an der Maschine und prüft hin und wieder die Konsistenz des Teiges.
Ja. Hefeteig kann zu lange geknetet werden. Prüfe nach 10 Minuten kneten, ob Dein Teig nicht mehr klebt und höre dann auf. Knetest Du weiter, wird der Teig wieder klebrig und beginnt feucht zu glänzen.
Die Flüssigkeit in der Du die Hefe auflöst sollte nicht wärmer als 40 Grad sein. Ist die Temperatur höher, geht die Hefe kaputt und dein Hefeteig geht nicht auf.
Das kann mehrere Ursachen haben. Häufig liegt es nur daran, dass Dein Ei etwas zu groß war oder Du etwas zu viel Flüssigkeit verwendet hast. Verwende einfach etwas mehr Mehl. Achte unbedingt darauf den Vorteig max. 20 Minuten gehen zu lassen. Knete den Hefeteig nicht länger als 10 Minuten bzw. bis er fast nicht mehr klebt.
Das hängt stark von der Größe und Form Deines Gebäcks ab. Hefezopf und Babka benötigt zwischen 25-35 Minuten.
Das geschieht häufig, wenn der Hefeteig nicht lange genug geknetet wurde. Dadurch konnte sich kein stabiles Teiggerüst entwickeln und dem Hefeteig fehlt Elastizität und Stabilität.
Ich bin überhaupt kein Fan davon Hefeteig im Ofen gehen zu lassen. Bitte mache das nicht, sondern bereite den Teig nach meinem Grundrezept für Hefeteig zu. So hat der Teig genug Zeit zu gehen und ist später viel bekömmlicher.
Für süßen Hefeteig eignet sich am besten Mehl Type 405 oder Type 550.
Welche Schüssel für den Hefeteig?
Mich erreichen immer wieder Fragen zu meiner rosa Schüssel. Sie ist von der Marke Rosti hat eine Kapazität von 5 Liter und ich liebe sie! In keiner anderen Schüssel wölbt sich der Hefeteig so schön. Leider gibt es die Farbe Retro Pink inzwischen nicht mehr. Die Rührschüssel Margrethe (Amazon-Affiliate-Link) zum Beispiel in der Farbe Beetroot ist aber auch wunderschön.
Hefeteig einfrieren
Du kannst Hefeteig einfrieren und Dir so ganz einfach Zeit sparen. Wie das geht, verrate ich Dir in einem separaten Blogbeitrag.
Hefeteig Rezepte: Was kann man mit diesem Hefeteig machen?
Mit meinem Grundrezept für Hefeteig mit frischer Hefe kannst du sowohl süßen Hefeteig als auch herzhaften Hefeteig zubereiten. Die Möglichkeiten sind schier unendlich. Du möchtest einen herzhaften Hefeteig backen? Auch das geht mit einem Grundrezept! Verwende einfach lauwarmes Wasser, weniger Zucker und ein gutes Olivenöl statt Butter. Die genauen Angaben findest Du in den jeweiligen Rezepten.
Klassiker mit Hefeteig
Jeder kennt sie: Die Hefeteig Klassiker wie Osterzopf, Hefekranz, Puddingkuchen oder Hefegugelhupf. Sie gehören zu Omas Kaffeetafel einfach dazu. Hier findest Du die beliebten Klassiker neu interpretiert.
Natürlich dürfen auch meine Streuseltaler und Babka Rezepte wie der Blaubeer Babka, Erdbeer Babka oder Nutella Babka nicht fehlen. Und zu Anlässen wie Silvester sind Glücksschweinchen aus Hefeteig ein Muss.


Bevor du gehst…
Ich wünsche Dir viel Spaß beim Ausprobieren. Auf meinem Blog findest Du jede Menge Hefeteig Rezepte, die Du mit diesem einfachen Grundteig machen kannst. Wenn Du Dir ein Rezept wünschst, dass Du hier noch nicht findest, schreibe mir gerne in die Kommentare.
Melde Dich bitte auch, wenn eine Frage unbeantwortet geblieben ist oder Du Hilfe bei einem Arbeitsschritt benötigst. Ich antworte Dir so schnell ich kann.
Liebe Grüße, Deine Angelina

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242 Kommentare
Danke, ganz tolle Seite. Jetzt weiß ich warum gestern mit Trockenhefe die „dänischen Boller funktioniert haben und heute mit frischer Hefe nicht: Milch war wohl viel zu warm.
Danke lieber Josef, daran könnte es in der Tat gelegen haben. LG Angelina