Shortbread oder besser gesagt Shortbread Fingers gehören zu meinen absoluten Lieblingskeksen. Das Shortbread Rezept für das Mürbeteiggebäck kommt komplett ohne Eier aus. Das macht die Kekse besonders aromatisch und mürbe. Perfekt für die Tea Time oder einfach nur als Snack zwischendurch.
Original schottisches Shortbread
Shortbread kenne ich von meinen England-Reisen. Dort gehört das buttrige Gebäck zu einer guten Tasse Tee einfach dazu. Oft lag ein Shortbread Finger ganz selbstverständlich auf der Untertasse, wenn ich in einem Café eine Kanne Tee bestellt habe.
Dieses selbstgemachte Shortbread Rezept schmeckt genauso wie ich es in Erinnerung habe, nur noch ein bisschen besser – weil frisch gebacken. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich mir ein Tässchen Tee mache und einen Shortbread Finger dazu lege. Very British! Und sehr lecker!
💡 So sieht perfektes Shortbread aus
Perfekte Shortbread Fingers sind gleichmäßig hellgolden – nicht braun. Die Oberfläche zeigt das typische Gabelmuster. Bricht man einen Finger durch, sieht man eine leicht blättrige, buttrige Textur. Das Innere ist mürbe und zerfällt fast auf der Zunge. Zu dunkle Kekse schmecken bitter, zu helle sind innen noch teigig.
Shortbread Rezept
Bist Du bereit für das ultimative Shortbread Rezept? Die Mürbeteig Kekse sind zeitlos und schmecken das ganze Jahr über. Ganz besonders natürlich zur Tea Time. Die Plätzchen sind:
- anfängertauglich
- schnell gemacht
- extra mürbe
- einfach
- knusprig
Zutaten
- 300 g Mehl Type 405
- 200 g Butter, kalt
- 100 g Zucker, extra fein
- 1 Prise Salz
Zubereitung
- Alle Zutaten abwiegen.
- Mehl, Zucker und Salz in eine Schüssel geben und mit einem Löffel kurz vermischen.
- Die kalte Butter in kleine Stücke schneiden und zur Mehlmischung geben.
- Mit dem Knethaken des Rührgeräts oder einem Teighacker einarbeiten, bis eine krümelige Masse entsteht. Bei Bedarf 1 EL eiskaltes Wasser dazugeben.
- Die Masse zügig zu einer glatten Kugel zusammendrücken – nicht mit den Händen kneten, sonst wird die Butter zu warm.
- Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
- Den Teig 10 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen. Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.
- Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche gleichmäßig 1 cm dick ausrollen.
- Mit Messer und Lineal 2 cm breite und 6 cm lange Streifen abschneiden und mit etwas Abstand auf das vorbereitete Backblech legen.
- Jeden Shortbread Finger mehrfach mit einer Gabel einstechen.
- 15 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldbraun sind.
- Noch warm mit feinem Zucker bestreuen.
- Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
Hat es geschmeckt?
Bitte verteile ein paar Sternchen für mein Shortbread Rezept und hinterlasse ein liebes Kommentar unter diesem Beitrag. Ganz lieben Dank für Deine Unterstützung. Deine Angelina
Was ist Shortbread?
Shortbread sind schottische Kekse aus Mürbeteig. Klassisches Shortbread besteht aus einem 3-2-1-Mürbeteig ohne Eier. Das bedeutet:
- drei Teile Mehl
- zwei Teile Butter
- ein Teil Zucker
Wenn Du besonders feine Kekse haben möchtet, gib eine Prise Salz mit in den Teig. Salz hebt den Geschmack der übrigen Zutaten und der Buttergeschmack der Mürbeteigplätzchen tritt so viel besser hervor.
Shortbread: Zarte Mürbeteig Plätzchen
Dieses Gebäck gibt es in drei verschiedenen Formen:
- Shortbread Fingers
- Shortbread Rounds
- Petticoat Talis
Am verbreitetsten dürften die Shortbread Finger sein, die so heißen, weil die Kekse etwa so lang und breit wie Finger sind. Also zumindest ansatzweise.😂
Shortbread Variationen
Klassisches Shortbread ist ja quasi schon perfekt. Aber es gibt wunderbare Abwandlungen.
Hier ein paar Ideen, die in England ziemlich verbreitet sind:
- Millionaires Shortbread – der Shortbread-Boden wird mit Karamell und Schokolade getoppt. Aufwändiger, aber legendär.
- Schokoladen-Shortbread – ersetze 30 g Mehl durch Kakao und gib ggf. noch etwas Flüssigkeit zum Teig.
- Zitronen-Shortbread – abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone in den Teig geben.
- Herzhaftes Shortbread – Zucker weglassen, stattdessen Cheddar und Rosmarin. Perfekt zum Aperitif.
Shortbread backen: So geht’s
Das Rezept besteht aus vier Zutaten: Mehl, Butter, Zucker und Salz. Die Zutatenliste für die Kekse ist also überschaubar. Trotzdem habe ich ein paar Tipps, die gute von sehr guten Shortbread Fingers unterscheidet.
- Verwende nur kalte Butter
- Arbeite schnell
- Halte die Ruhezeiten ein
Ich habe dieses Mal mit einem Teighacker gearbeitet. Wie das geht, zeige ich Dir oben im Video.
Anstelle des Teighackers kannst Du auch ein Rührgerät mit Knethaken nehmen. Wichtig ist, dass Du den Mürbeteig nicht von Anfang an mit Deinen Händen knetest. Dadurch wird die Butter nämlich zu schnell weich und verbindet sich zu schnell mit dem Mehl, statt davon ummantelt zu werden.
So schneidest Du Shortbread Finger richtig
Welche Maße hat Shortbread? Etwa zwei Zentimeter breit und sechs Zentimeter lang sollte ein Shortbread Finger sein. Wenn Du lieber die runde Form ausprobieren möchtest, ist ein Durchmesser von fünf Zentimeter angemessen. Achte darauf die Kekse immer gleich dick auszurollen und setzte nur gleich große Plätzchen auf das Blech. So stellst Du sicher, dass alle Mürbeteigplätzchen gleich durchgebacken sind.
Shortbread aufbewahren
Shortbread hält sich in einer luftdichten Dose bei Zimmertemperatur bis zu zwei Wochen – und wird dabei sogar noch mürber. Am besten zwischen Lagen Backpapier schichten, damit die Kekse nicht aneinanderkleben. Einfrieren ist ebenfalls möglich: einfach fertig gebacken einfrieren und bei Zimmertemperatur auftauen lassen.
FAQ: Fragen zu Shortbread
n einer luftdichten Dose bei Zimmertemperatur hält Shortbread bis zu zwei Wochen. Am besten die Kekse zwischen Lagen Backpapier schichten, damit sie nicht aneinanderkleben. Mit der Zeit werden sie sogar noch mürber.
Ja – am besten roh. Den Teig zu Fingers formen, auf einem Backblech anfrieren und dann in einem Gefrierbeutel aufbewahren. Direkt gefroren in den vorgeheizten Ofen geben und 2–3 Minuten länger backen als gewohnt. So schmecken sie wie frisch gebacken.
Fertig gebackene Kekse lassen sich ebenfalls einfrieren, werden beim Auftauen aber etwas weicher.
Die Körperwärme macht die Butter zu schnell weich. Dadurch verbindet sie sich zu fest mit dem Mehl – der Teig wird zäh statt mürbe. Deshalb immer mit dem Knethaken des Rührgeräts oder einem Teighacker arbeiten und den Teig am Ende nur kurz zu einer Kugel zusammendrücken.
Das typische Gabelmuster ist nicht nur Dekoration. Durch die Löcher kann beim Backen Dampf entweichen – die Kekse behalten ihre Form und laufen nicht auseinander.
Und British geht es weiter
Hast Du schon meine Earl Grey Kekse entdeckt? Sie sind ebenfalls typisch englisch und mindestens genau so lecker, wie mein Shortbread. Außerdem nehme ich Dich in meinem Blogbeitrag mit nach London.
Bevor du gehst…
Bitte hinterlasse mir unter diesem Beitrag ein liebes Kommentar und verteile für mein sensationell gutes Shortbread Rezept ein paar Sternchen. Lieben Dank für Deine Unterstützung, Angelina
6 Kommentare
….sehr murb, sehr fein…
DANKE!
So habe ich Shortbread während meiner Studienzeit in England in den 80er Jahren kennengelernt – tolles unkompliziertes Rezept, danke!