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Mallorca Urlaub: Mein Reisebericht & Guide

5 Minuten Lesezeit

Mallorca ist so viel mehr als nur Party am Ballermann. Begleite mich auf eine Reise durch die Heimat der Zitrusfrüchte und entdecke idyllische Wanderwege und das bunte Marktreiben in Pollença. In diesem Guide zeige ich Dir, warum die Baleareninsel gerade abseits der Massen ein absoluter Traum ist.

Trauminsel Mallorca: Heimat der Zitrusfrüchte
Eine Ziege am Meer

In Kürze

  • Günstigste Reisezeit: Die Monate Februar bis April (Mandelblüte) sowie Oktober und November bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Beste Buchungszeit: Für echte Schnäppchen solltest Du Deinen Mallorca Urlaub etwa 3 bis 4 Monate im Voraus planen.
  • Mietwagen auf Mallorca: Anbieter wie Wiber (direkt am Flughafen) oder das lokale Unternehmen Roig sind absolut zu empfehlen.
  • Währung & Zahlung: Gezahlt wird in Euro. Kartenzahlung ist Standard, nur für kleine Märkte solltest Du etwas Bargeld dabei haben.

Urlaub auf Mallorca: Die Anreise

Für mich als Freiburgerin ist es total easy nach Mallorca zu kommen. Am Flughafen Basel Mulhouse bin ich in Nullkommanichts und von dort in knapp zwei Stunden am Ziel. Ich bin früh morgens geflogen und hatten so noch den ganzen Tag vor mir. Beim Buchen des Rückflugs habe ich darauf geachtet, dass ich erst gegen Abend fliege, damit ich auch hier keinen Tag verliere.

Klima & Wetter: Die beste Reisezeit für Mallorca

Ich habe meine Reise im März angetreten und kann Dir sagen: Das ist eine ganz besondere Zeit. Wenn ich von dieser Insel schwärme, dann auch deshalb, weil mir die Touristenmassen, die Mallorca im Sommer überschwemmen, gänzlich unbekannt sind. Wettertechnisch hatte ich riesiges Glück. Es war schon angenehm warm und die Sonne hatte bereits richtig viel Kraft.

Trotzdem solltest Du wissen: Der Frühling auf Mallorca ist wechselhaft. Bei mir hat es hin und wieder geregnet, was für die Natur der Insel aber ein Segen ist – alles blüht und leuchtet in sattem Grün.

Wann ist die beste Reisezeit?

Das hängt stark davon ab, was Du suchst. Da ich kein Fan von Hitze und überlaufenen Stränden bin, vote ich für Frühling oder Herbst in Mallorca.

Mallorca ist auch im Frühling eine Reise wert

  • Frühling (Februar bis Mai): Für mich die schönste Zeit. Ab Februar beginnt die berühmte Mandelblüte. Es ist die perfekte Zeit zum Wandern und Entdecken, solange es Dir nichts ausmacht, hin und wieder einen Regenschirm aufzuspannen.
  • Vorsaison (Juni): Das Wasser wird warm, aber die großen Ferienmassen sind noch nicht da.
  • Sommer (Juli & August): Diese Monate meide ich persönlich. Es wird unfassbar heiß und die Insel ist schlichtweg voll. Wenn Du den reinen Badeurlaub liebst und die Hitze verträgst, kommst Du jetzt auf Deine Kosten.
  • Herbst (September & Oktober): Eine gute Alternative. Das Meer ist noch aufgeheizt, die Temperaturen werden wieder milder und die Insel atmet nach dem Sommertrubel langsam auf.
Trauminsel Mallorca: Heimat der Zitrusfrüchte
Malerische Seitengasse in Mallorca

Reiseführer für Mallorca

Du blätterst unterwegs gerne mal nach, was es zu entdecken gibt? Für Mallorca gibt es neben klassischen Reiseführern jede Menge Schmöker für gemütliche Abende. Hier sind meine Top 3 – sie zeigen Dir nicht nur die bekannten Highlights, sondern auch versteckte Orte, die Du sonst vielleicht übersehen würdest.

  • REISELUST Traumhaftes Mallorca* Dieser umfassende Guide bietet Dir handverlesene Empfehlungen einer echten Inselkennerin. Du findest darin eine Mischung aus Natur, Kultur und Kulinarik sowie erprobte Tourenplanungen für alle fünf Regionen der Insel. Besonders hilfreich sind die digitalen Online-Karten, die Du interaktiv auf dem Smartphone nutzen kannst.
  • DuMont Reise-Taschenbuch Mallorca* Hans-Joachim Aubert zeigt Dir in diesem Buch das andere Mallorca abseits der Hauptrouten. Mit über 20 detaillierten Touren führt er Dich zu zauberhaften Buchten, durch die Tramuntana-Bergkette und zu ländlichen Traditionen wie alten Olivenölmühlen. Ein integriertes Reisefeuilleton beleuchtet zudem kritische und kontroverse Themen der Insel.
  • Unnützes Wissen Mallorca* Für alle, die Mallorca mit einem Schmunzeln entdecken wollen, ist dieses Buch perfekt. Es enthält über 280 kuriose Fakten und skurrile Anekdoten – von absurden Gesetzen bis hin zu bizarren Rekorden. Ein ideales Geschenk für Insel-Fans oder als unterhaltsame Lektüre zur Vorbereitung auf Deinen nächsten Urlaub.

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Unterkunft in Mallorca

Für die Unterkunft habe ich eine Ferienwohnung in Alcudia ausgewählt. Die Stadt liegt im Norden der Insel, etwa eine Autostunde von Palma de Mallorca entfernt. Als Ausgangspunkt für Ausflüge ist das ideal.

 

In Pollença und Port de Pollença bist Du in 20 Minuten, im wunderschönen Soller in einer Stunde und auch für die Coves del Drac im Osten Mallorcas benötigst Du etwa eine Stunde Fahrt.

Mit dem Mietauto kommst Du in Mallorca schnell ans Ziel.

Mein erster Ausflug führte mich zunächst entlang Alcudias Strandpromenade und danach in die Altstadt. Die Mallorquiner haben definitiv ein Händchen dafür ihr Städtchen zu gestalten, denn die kleinen Gässchen sind wirklich malerisch! Überall stehen bepflanzte Kübel und der Duft der Bitterorangenblüten ist allgegenwärtig.

Trauminsel Mallorca: Heimat der Zitrusfrüchte
Ein Café in Mallorca

Mallorquinisches Essen

Ich bin ein großer Fan der mallorquinischen Küche. Das Essen ist natürlich sehr mediterran angehaucht und ziemlich rustikal. Es gibt viel Fisch und deftiges Gemüse. Toll sind die Tagesessen – Menu del dia – die in fast jeden Restaurant zur Mittagszeit angeboten werden. Ich hatte den Eindruck, dass dieses Angebot gerade von Einheimischen genutzt wird und da ich im Urlaub gerne landestypisch esse, war ich mit diesen Gerichten immer auf der sicheren Seite.

So unspektakulär es klingt: Geröstetes Brot mit Olivenöl, Tomaten und Knoblauch – kurz Pamboli – ist einfach der Hit! Gleiches gilt für den unvergleichlichen Mallorquinischen Mandelkuchen, den der inzwischen ein beliebtes Rezept auf meinem Blog geworden ist.

Während meines Urlaubs habe ich also immer gut gespeist. Eine Ausnahme muss ich machen, denn in Palma de Mallorca bin ich auf der Suche nach einer richtig guten Paella tatsächlich in eine Touristenfalle getappt und habe für eine undefinierbare Schlampampe ziemlich viel Geld bezahlt. Aber auch das gehört dazu!

Orangen auf dem Fensterbrett, Mallorca
Orangen auf dem Fensterbrett, Mallorca
Die Kirche St. Bartholomäus in Sóller
Die Kirche St. Bartholomäus in Sóller

Besuch in Sóller

Besonders angetan hat mir das Städtchen Soller. Dort ist es richtig idyllisch. Von Alcudia ist es nicht sehr weit und das Auto kann bequem am Ortseingang geparkt werden. Vor der Kirche Sant Bartomeu, mitten im Stadtzentrum hängen die Bäume voller Orangen und bilden einen schönen Kontrast zu der hellen Standsteinfasade.

Es sind die kleinen Geschäfte, die das Stadtbild prägen. Die allgegenwärtigen Zitrusfrüchte und die achteckigen Boxen mit süßem, gezuckertem Gebäck gibt es wirklich überall. Aber auch leckere eingelegte Oliven und allerhand Brotaufstriche und Gewürze lassen das Koch- und Backherz höher schlagen.

Trauminsel Mallorca: Heimat der Zitrusfrüchte
Orangen und Zitronen vor jedem Laden
Trauminsel Mallorca: Heimat der Zitrusfrüchte
Der Wanderweg nach Port de Sóller

Wanderung von Sóller nach Port de Sóller

Von Sóller habe ich die vielleicht schönste Wanderung meines Mallorca-Urlaubs unternommen. Zu Fuß ging es bis nach Port de Soller. Je nachdem wie schnell Du läufst, dauert die Wanderung etwa eine Stunde und ist gar nicht beschwerlich. Und hier ist wirklich der Weg das Ziel. Der Weg ist ganz verwunschen, mit knorrigen Holztoren und alten Olivenbäumen. Und das Beste: Man läuft an einem Meer blühender Orangen- und Zitronenbäume vorbei.

Entlang des Weges standen oft Kisten voller reifer, süßer Früchte. Die Zitronen sind wirklich kein Vergleich zu dem was wir in deutschen Supermärkten vorfinden. Praktisch für den hungrigen Wanderer liegt neben jeder Kiste ein Messer. So kannst Du die Früchte gleich vor Ort vernaschen.

Trauminsel Mallorca: Heimat der Zitrusfrüchte
Ein Orangenhain in Mallorca

Mit der Bahn die mallorquinische Landschaft genießen

Von Port de Soller fährt ein historisches Bähnchen – der rote Blitz – wieder zurück nach Soller. Der Name ist aber nicht Programm, es geht ziemlich gemächlich voran. Du bezahlst noch ganz altmodisch in der Bahn.

Trauminsel Mallorca: Heimat der Zitrusfrüchte
Orangenverkauf am Wegesrand

Wochenmarkt in Pollença

Jeden Sonntag ist in Pollença Wochenmarkt. Es lohnt sich früh auf den Beinen zu sein und zusammen mit den Einheimischen einen Kaffee zu trinken, ein Ensaïmada de Mallorca – ein Gebäck aus Mehl, Wasser, Zucker, Eiern und Schweineschmalz – zu naschen ud sich dann in den Trubel zu stürzen. Die Gemüse- und Obststände drängen sich dicht an dicht und überall preisen Menschen ihre Ware an. Ziemlich viel los.

Trauminsel Mallorca: Heimat der Zitrusfrüchte
Artischoken auf dem Markt in Pollença

Oberhalb des Städtchens gibt es eine kleine Kapelle. Der Aufstieg ist nichts für müde Beine, es sind nämlich über 300 Stufen, aber ich werde mit einer fantastischen Rundumsicht auf Pollença belohnt. Wen Du gerne bummelst, kommst Du ganz sicher auf Deine Kosten.

Ein Blick über die Dächer von Pollença lohnt sich

Also Stärkung gibt es auf dem Markt wahrlich genug. Ich habe mich für ein paar Euros mit kleinen frittierten Teigbällchen versorgt, die mir knusprig und goldbraun entgegengelacht haben. In den Gassen gibt es ganz viele kleine Läden. Und ich konnte nicht wiederstehen und habe mich mit kleinen bemalten Tonschalen eingedeckt. Jetzt kann der nächste Tapas-Abend kommen!

Trauminsel Mallorca: Heimat der Zitrusfrüchte
Markt in Pollença

Mallorcas Landschaft ist unheimlich vielseitig. Zum einen gibt es die wunderschönen Strände, die Du im Frühling fast für Dich alleine hast. Dann wieder fährst Du in Serpentinen hinauf in die Berge und in ein völlig anderes Mallorca. Die Straßen musst Du häufig mit Radlern teilen, die sich in Schwärmen die Berge hinauf strampeln.

Geführte Touren

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Trauminsel Mallorca: Heimat der Zitrusfrüchte
Das mallorquinische Meer

Den letzten Tag in Mallorca habe ich in Palma de Mallorca mit einem leckeren mallorquinischen Mandelkuchen ausklingen lassen. Jedes Mal, wenn ich den Kuchen zu Hause nachbacke, werde ich in Mallorca-Erinnerungen schwelgen! Oder soll ich vielleicht doch lieber Zitronen Cupcakes oder Zitronenkuchen mit Olivenöl backen? Wir werden sehen. 😉

Viele Grüße, Angelina

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3 Kommentare

Erika 13. Oktober 2022 - 11:18

Herzlichen Dank für den tollen Reisebericht von Mallorca. Ich liebe Angelina habe deine Seite über den Mallorquinischen Mandelkuchen von Susanne – Finca Limoncello (Nähe Petra) entdeckt. Sie produziert wöchentlich diesen leckeren Kuchen mit mallorquinischen Mandeln für ihre Gäste. Da wir dort erstmals unser Retreat durchgeführt haben und nächste Woche unser Zweites dort vor Ort haben werden, freue ich mich schon auf unsere Teilnehmer und auf „deinen“ Mandelkuchen auf der ländlichen Finca Limoncello. Unglaublich wenn Geschmacksnerven auf wunderschöne Orte treffen. Liebe Grüße Erika

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Zimtblume 20. August 2024 - 20:06

Hallo Erika, Finca Limoncello klingt ja toll!

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Stephanie 14. Juni 2018 - 14:17

Hallo, ich würde auch gerne eine kurze Wanderung zum Hafen machen, finde aber nur 3h Rundwege. Wo genau ging der Weg los bzw. Wo ist das Schild 1h Port de Soller?

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