Montreal: Das ist europäisches Flair, französisches Lebensgefühl und so ziemlich das beste Essen, das ich auf meiner ganzen Kanada-Reise hatte. In diesem Beitrag nehme ich Dich mit durch meine zwei Tage in der Stadt. Ich zeige Dir die schönsten Ecken und meine Tipps für diese wunderschöne Millionenstadt.
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Montreal Facts
Das Wichtigste für deine Montreal-Reise:
- Top-Spots: Altstadt, Mont Royal, Notre-Dame.
- Beste Reisezeit: Juni bis Oktober.
- Kulinarik: Poutine, Bagels, Smoked Meat.
- Fortbewegung: Zu Fuß, per Rad oder Uber.
- Architektur: Typische Außentreppen.
Nach dem beschaulichen Nova Scotia war Montreal erstmal eine Umstellung. Die Millionenstadt in der Provinz Quebec war für mich der Startpunkt des zweiten Teils meines Kanada-Urlaubs.
Montreal in Zahlen:
- Lage und Größe: rund 1,95 Millionen Einwohner, direkt am Sankt-Lorenz-Strom in der Provinz Quebec.
- Sprache: nach Paris die zweitgrößte französischsprachige Stadt der Welt. Mit Englisch kommst Du aber genauso gut durch.😉
Wenn Du Dich vorher einlesen willst, nimm einen guten Reiseführer für Montreal mit. Schadet nie.
Wetter
Montreal hat vier richtig ausgeprägte Jahreszeiten. Im Sommer wird es warm bis heiß, meist 20 bis 26 Grad, manchmal knackt es sogar die 30. Im Herbst leuchtet das Laub goldgelb, perfekt für lange Spaziergänge. Der Winter wird dagegen eisig, oft weit unter null Grad. Im Frühling taut alles langsam auf, das Wetter ist aber noch wechselhaft.
Meine Empfehlung: Komme zwischen Juni und Oktober. Dann ist das Wetter am schönsten und die Stadt am lebendigsten.

Flug & Anreise
Von Halifax nach Montreal ging es mit einem sehr angenehmen, kurzen Inlandsflug. Beim Landeanflug siehst Du Montreal richtig schön von oben.
Am Flughafen habe ich mir ein Uber genommen. Und da kommt eine Besonderheit: Du stellst Dich nach dem Bestellen in eine Schlange. Normalerweise hast Du einen Uber-Sammelplatz, siehst Deinen Fahrer kommen und steigst ein. Hier läuft das anders.
Du stellst Dich in die Schlange bis Du von den mindestens zwei sehr willensstarken Einweiser:innen ein Fahrzeug zugewiesen bekommst und zeigst dem Fahrer Deinen Code.
Mein Airbnb lag in einer Gegend, die von außen wirklich keinen Schönheitspreis gewinnt. Aber sie lag fußläufig zu vielen Restaurants und Cafés und innen war alles sauber.
Wenn Du in Montreal eine Unterkunft in richtig guter Lage mit etwas Luxus suchst, musst Du tiefer in die Tasche greifen. Ich bin jemand, der sich in der Unterkunft wohlfühlen muss und für zwei Übernachtungen fand ich es okay. Nett war, dass der Host Wasser bereitgestellt hat.😜
Montreal Map
Auf dieser Karte findest Du alle Sehenswürdigkeiten aus diesem Beitrag gebündelt an einem Ort.
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Mehr InformationenSehenswürdigkeiten
Montreal ist eine Stadt zum Schlendern und Shoppen. Es gibt unzählige historische Ecken und überall etwas zu entdecken. Neben all den köstlichen Food Spots sind das meine Montreal Highlights!
Mont Royal
Vom Hausberg Mont Royal hast Du einen tollen Blick über die Stadt und der Spaziergang runter ist wunderschön. Richtig gelesen: runter.😂 Ich bin ehrlich, ich habe mich mit dem Uber hochfahren lassen. Zu Fuß hoch geht natürlich auch, das ist dann aber ein ordentlich steiler Anstieg und den wollte ich mir an diesem sonnigen Tag gerne sparen.

Marché Atwater
Der Marché Atwater mit seiner historischen Art-déco-Architektur liegt direkt am Lachine-Kanal. Dort gibt es reichlich frisches Obst, Käse und duftende Backwaren zu entdecken. Ich habe mir dort ein Gebäck und Blaubeeren besorgt und mich damit erstmal ans Wasser gesetzt.

Spaziergang am Lachine-Kanal
Ein Spaziergang am Lachine-Kanal bietet eine tolle Abwechslung zum Trubel in den Straßen und zeigt die Stadt noch einmal von einer ganz anderen Seite. Ich habe es geliebt hier eine Weile zu sitzen und anschließend Richtung Altstadt zu spazieren.

Basilika Notre-Dame
Insgeheim glaube ich, dass es zwei Sorten von Menschen gibt. Jene, die im Urlaub in jede Kirche rennen und die Architektur bestaunen (das wäre dann ich 🙈) und jene denen das völlig wuscht ist. Meistens reisen sie zusammen.
Die Basilika Notre-Dame solltest Du aber unbedingt sehen. Ich hatte Glück und konnte die berühmte Lichtshow AURA buchen, die ich Dir sehr ans Herz lege. Das Schönste daran: Aufnahmen sind während der Show verboten. So genießt Du die Show ganz ungestört, ohne dass jemand vor Deiner Nase filmt.😄


Mein Foto ist logischerweise vor der eigentlichen Show entstanden. Ich finde, Du kannst trotzdem erahnen, was Dich erwartet.
Vieux-Montréal aka Altstadt
Die Altstadt von Montreal hat mir richtig gut gefallen. Es lohnt sich, einfach durchzuschlendern. Ich war ein bisschen bummeln und habe Mitbringsel für Freundinnen gekauft. Das kommt bei all dem Sightseeing manchmal zu kurz, finde ich.

Alter Hafen (Vieux-Port)
Am Alten Hafen bin ich gegen Abend langgeschlendert. Von dort hast Du einen tollen Blick auf den Hafen und die Skyline. Perfekt für ein paar Erinnerungsfotos.

Tipps
Drei Dinge, die Dir in Montreal das Leben leichter machen:
- Packe bequeme Schuhe ein. Die Stadt erkundest Du am besten zu Fuß und die Kilometer summieren sich schneller, als Du denkst.
- Nimm eine Kreditkarte mit. Die wird in Montreal fast überall genommen, auch für kleine Beträge.
- Denke an das Trinkgeld. In Kanada sind 15 bis 20 Prozent üblich und nicht im Preis enthalten.
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Restaurants
In Montreal habe ich gefühlt nur gegessen.😂 Entsprechend gut kann ich Dir die Gastro-Szene der Stadt zeigen. Von Bagels aus dem Holzofen bis zum vegetarischen Restaurant, das ich nie wieder vergesse: In meinem extra Beitrag mit Montreal Food Map zeige ich Dir, wo es wirklich am besten schmeckt und welche Spots Du getrost auslassen kannst.
Hotels
Ich hatte ein Airbnb, kann das aber nicht uneingeschränkt empfehlen. In Kanada hatte ich tatsächlich das ein oder andere Airbnb, das nicht so gut war.😅 Wenn Du bei der Qualität auf Nummer sicher gehen willst, bist Du in Häusern wie dem Four Seasons oder dem Ritz-Carlton gut aufgehoben. Ansonsten ist es leider ein bisschen ein Pokerspiel.
FAQ: Häufige Fragen
Ja. Für die Einreise nach Kanada brauchst Du als deutsche Staatsbürgerin einen gültigen Reisepass und vorab eine elektronische Reisegenehmigung, die eTA.
Mit Englisch kommst Du problemlos durch. Ein freundliches „Bonjour“ zur Begrüßung kommt trotzdem immer gut an.
Ja, die Preise werden meist ohne Steuer ausgezeichnet. An der Kasse kommt also noch etwas obendrauf. Kalkuliere das am besten direkt mit ein.
Fazit
Montreal ist mir ans Herz gewachsen. Ich würde sofort wieder hinfliegen. Okay, vielleicht nicht unbedingt wieder in das gleiche Airbnb. Aber die Kombi aus großartigem Essen und dem Vibe der Stadt hat mir richtig getaugt. Zwei Tage reichen aus meiner Sicht völlig aus. Obwohl ich schon aufgrund der Food Vielfalt einen weiteren Tag durchaus gefeiert hätte.

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