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Mein Freiburg: Von Blogger Hotspots und Lieblingsplätzen

von Zimtblume

Man kann sich schlecht als Freiburger Blogger bezeichnen, ohne der Stadt mindestens einen Blogbeitrag gewidmet zu haben, oder? Ein Beitrag über Freiburg ist also definitiv fällig. Deshalb nehme ich Euch heute mal mit in mein Freiburg. Die Stadt, in der ich nun seit sieben Jahren lebe, inzwischen eifrig blogge und die schon ein kleines bisschen besonders ist. ♡

Mein Freiburg: Universitätsbibliothek
Platz der Alten Synagoge

„Wer einmal in Freiburg wohnt, der bleibt“. Das hat man mir gesagt, als ich vor sieben Jahren zum Studieren hierher gezogen bin. Und irgendwie schein da was dran zu sein. Denn ich bin tatsächlich geblieben. Natürlich spricht das für die Stadt, andererseits macht es den Erstsemestlern das Leben schwer, denn wenn keiner gehen will, ist logischerweise auch kein Platz für Neuzugezogene. Ich habe damals mein Plätzchen in einer WG auf dem Grethergelände gefunden und mich dort sehr wohl gefühlt. Es ist ein bunter Ort. Hier wird nämlich nicht nur gewohnt, sondern auch gearbeitet, gefeiert, ganz sicher diskutiert und das W-LAN über Nacht abgeschaltet!


Mein Freiburg: Uni
Mein Freiburg: Feierling
Biergarten Feierling

Freiburg ist eine Studenten-…äääh…Studierendenstadt. Das generische Maskulinum ist neuerdings böse und mein Blog soll unbedingt politisch korrekt sein, auch wenn ein Großteil der Studenten…äääh…Studierenden genervt mit den Augen rollen dürfte, dass das Studentenwerk jetzt Studierendenwerk heißen muss. Jedenfalls habe ich das Studierendenleben in Freiburg sehr genossen. An gemütlichen Kneipen und Biergärten, wie dem Feierling, herrscht glücklicherweise kein Mangel und auch für guten Kaffee, dem Lebenselixier eines Studierenden, ist reichlich gesorgt.


Mein Freiburg: Kaffee
Weltbester Kaffe: Barista Davide

Must do in Freiburg? Mit dem Lieblingskaffee in der Hand hinauf auf den Schlossberg!

Und damit komme ich auch gleich zu einem meiner Lieblingsorte in dieser schönen Stadt: Dem Barista Davide – ehemals Bermuda Café – in der Universitätsstraße. Das Café ist klein und schnuckelig, die Tapete der perfekte Hintergrund für ein Blogger Selfie und der Kaffee ist einfach so gut! Zu bestimmten Zeiten stürmen Studierende den Laden, die natürlich wissen, wo es den besten Kaffee gibt. Da ich auch am Wochenende Frühaufsteherin bin, nehme ich mir den Kaffee gerne auch mal im To-Go-Becher mit. Dann mache mich auf den Weg zum Schlossberg, um die Ruhe zu genießen, bevor die Stadt erwacht.


Mein Freiburg: Schlossberg
Mein Freiburg : Münster
Blick aufs Münster vom Kanonenplatz

Den Münstermarkt in Freiburg dürft ihr nicht verpassen

Zugegeben, ein bisschen anstrengend ist der Aufstieg ja schon. Aber es lohnt sich! Die Aussicht vom Schlossberg hat sich gewaschen. Zumindest an sonnigen Tagen. Und es hat einfach was dort oben auf dem Mäuerchen zu sitzen, den Kaffee zu schlürfen und auf die Stadt zu blicken. Wer sich den steilen Aufstieg lieber sparen möchte, kann natürlich auch gemütlich mit der Schlossbergbahn fahren, aber hey, guter Kaffee will verdient sein, oder? 

Nach ein bisschen Einsamkeit stürze ich mich dann in den Trubel am Münstermarkt. Ich kaufe gerne regional und saisonal und hier finde ich alles was das Foodblogger-Herz begehrt. Ich lasse mich zu der Aussage hinreißen, dass ein Besuch in Freiburg ohne Münstermarkt eigentlich kein Besuch ist. Und weil so ein Bummel auf dem Markt furchtbar hungrig macht, darf die berühmte Münstermarkt Wurst nicht fehlen.


Mein Freiburg: Münster
Das Freiburger Münster
Münsterwurst Freiburg
Die berühmte Lange Rote vom Münstermarkt Freiburg

Man lernt übrigens schnell Einheimische von Besuchern zu unterscheiden. Die Freiburgerinnen haben erkannt, dass das Kopfsteinpflaster rund um das Münster zwar sehr hübsch aussieht, aber völlig ungeeignet für hohe Hacken ist. Wer sich also nicht in Schräglage an den Liebsten krallen will, der greife für einen Freiburg Stadtbummel vielleicht doch lieber auf flache Schuhe zurück!

Für mich ist das Münster übrigens nach wie vor ein Highlight. Drei Jahre Kunstgeschichte haben mich auf alle Fälle gelehrt, dieses Meisterwerk aus Sandstein vom nahegelegenen Lorettoberg zu schätzen zu wissen. Und manchmal, wenn ich mich durch das Gewühle am Münstermarkt schiebe und auf das Münster blicke, denke ich immer noch: WOW! Einfach wun-der-schön!

Wer nach der „Langen Roten“ immer noch hungrig ist, findet in der Markthalle eine leckere Auswahl an Speisen aus unterschiedlichsten Ländern. Ich mag besonders gerne das brasilianische Essen dort. Was die Platzwahl betrifft, sollte man übrigens besser nicht wählerisch sein. Wer ein freies Plätzchen findet, sollte definitiv zuschalgen, denn je nach Uhrzeit kann es in der Markthalle ganz schön kuschelig werden.


Mein Freiburg: Markthalle
Das Eldorado für Foodies: Die Markthalle Freiburg

Aber was ist jetzt eigentlich typisch Freiburg? Was unterscheidet diese Stadt von anderen? Guter Kaffee und leckere Würstchen sind natürlich nicht alles. Die vielen Sonnenstunden tragen mit Sicherheit so einiges zum Freiburger Lebensgefühl bei. Im Sommer hält man die Füße zum Abkühlen gerne ins Bächle. Aber Vorsicht, wer es mit dem Heiraten noch nicht eilig hat, sollte lieber mit offenen Augen durch die Stadt laufen. Die Freiburger Altstadt ist nämlich von den Wasserläufen durchzogen und der unvorsichtige Stadtbummler, der in ein Bächle „dappt“, muss einen Freiburger oder eine Freiburgerin heiraten. ♡


Mein Freiburg: Bächle

Einen Steinwurf von der Altstadt entfernt verläuft der Fluss Dreisam. Wenn man gerade nicht mit Grillen oder Sonnen beschäftigt ist, eignet sich die Dreisam auch vorzüglich für ein Fotoshooting. Meine liebe Freundin Elise Graf, die Texterin bei Wortbutik ist, hat dort ziemlich coole Bilder für das Cover des 14Magazins von mir geknipst.


Mein Freiburg: Dreisam
Mein Freiburg: Foto Shooting

Freiburg, das ist für mich auch kulinarische Vielfalt. Wir profitieren von der Nähe zu unseren Nachbarländern Frankreich und Schweiz. Bei uns kann man richtig gute und authentische Elsässer Küche genießen, obwohl sich ein Ausflug ins nahegelegene Colmar oder Straßburg sicher ebenfalls lohnen dürfte.

Ach ja, wer auf der Suche nach einem richtig, riiichtig guten Ort zum Brunchen ist, der muss unbedingt mal bei „Die Kantina“ vorbeischauen. Und auch wenn´s mal kein Brunch sein soll, ist dieses Restaurant empfehlenswert. Es schmeckt einfach!

Und dann gäbe es da noch jede Menge Freiburger Wein und Freiburger Bier und eine ziemlich wichtige Zutat für meine Schwarzwälder Kirsch Cupcakes. Nämlich Kirschwasser. Kurzum: In Freiburg lässt es sich schlemmen! ♡


Mein Freiburg: Street Art
Mein Freiburg: Schwarzwälder Kirschwasser

Was auf meiner Liste der Lieblingsorte keinesfalls fehlen darf, ist der Schauinsland. Hier habe ich die schönsten Sonnenuntergänge überhaupt erlebt. Im Winter lässt es sich prima Rodeln (Ich verzichte darauf zu erwähnen, dass man vermutlich auch Langlaufen und Skifahren kann, weil ich das gar nicht gerne mache). Und im Sommer herrlich wandern.


Mein Freiburg: Schauinsland
Auf dem Schauinsland

Und was tun die Freiburger, wenn es doch mal Regen gibt? Zuhause hocken jedenfalls nicht! Typisch Freiburg ist nämlich auch bei jedem Wetter mit dem Rad zu fahren. Und wer sich Sorgen macht, Regenkleidung könnte nicht kleidsam sein, kann sich entspannen: In Freiburg ist kleidertechnisch so ziemlich alles erlaubt! Kramt also ruhig eure Outdoor Kleidung hervor, wenn ihr nach Freiburg kommt, ihr seid in guter Gesellschaft.


Mein Freiburg: Regenwetter

Und mit einem für Freiburg untypischen Regen-Bild verabschiede ich mich jetzt von Euch. Ein bisschen stolz bin ich ja schon, dass ich es endlich geschafft habe ein paar Freiburg Fakts zu verbloggen. Vollständig ist die Liste noch lange nicht. Was sind denn Eure Lieblingsplätze in Eurer Stadt?

Einen wunderschönen Tag wünsche ich Euch.

Liebe Grüße ♡

Die Zimtblume

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