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Essen in Rom

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Das Essen in Rom gehört zu den Highlights meiner Rom Reise. Ob kulinarische Streifzüge durch Trastevere oder ein süßes Teilchen in einem kleinen Café – die römische Küche ist herrlich vielseitig und trägt erheblich zum italienischen Lebensgefühl bei. Erfahre jetzt, welche typischen Gerichte Du in Rom unbedingt probieren musst und in welchen römischen Restaurants Du gut essen kannst.

Essen gehen in Rom: Typische Spezialitäten und die besten Restaurants und Eisdielen

Rom ist ein Paradies für Food Begeisterte, soviel steht fest. Die römische Küche bietet so viel mehr als Pizza und Pasta. Die jüdische Kultur hat in der ewigen Stadt ihre Spuren hinterlassen und Rom kulinarisch unheimlich bereichert. Das sind meine Food-Highlights.

  1. Trapizzino
  2. Suppli
  3. Artischocken auf jüdische Art
  4. Cacio e Pepe
  5. Eis
  6. Pistazien Tarte
  7. Sfogliatelle
  8. Römische Pizza

Trapizzino

Pizza war gestern, der neuste Food-Trend aus Rom heißt Trapizzino. Das gefüllte Pizza-Sandwich ist der perfekte Snack to go. Der fluffige Teig erinnert eher an eine Focaccia, wird in eine Dreiecksform geschnitten und gefüllt. Ich habe zwei Füllungen probiert: Einmal mit Burrata und Sardellen und einmal mit Tomaten und Auberginen. Fazit: Sardellen mag ich immer noch nicht. Die Variante mit Auberginen war köstlich!

Trapizzino Rom
Vegetarisches Trapizzino mit Tomaten und Auberginen

Richtig gute Trapizzini gibt es bei Trappizino Trilussa in Trastevere. Tipp: Wenn Du draußen sitzen willst, rate ich Dir schon ein paar Minuten bevor das Restaurant öffnet vor dem Laden zu stehen. Auch dann wirst Du nicht alleine sein. Die Location ist beliebt und Schlange stehen ist ganz normal. Ich hatte richtig Glück und habe draußen ein schattiges Plätzchen ergattert.

Suppli

Wenn Du schon mal im Trappizino Trilussa in Trastevere bist, kannst Du direkt die zweite Spezialität der römischen Küche bestellen: Suppli! Die frittierten Reiskroketten bestehen aus Reis, Fleischragù, Tomaten und Mozzarella. Weil sie vor dem Frittieren in Paniermehl gewälzt werden, sind Suppli außen herrlich knusprig. Innen erinnert das Gericht ein bisschen an Risotto.

Suppli essen in Rom
Suppli mit Tomaten und Mozzarella

Suppli kannst Du ganz einfach mit den Fingern essen. In Italien gehören sie zu den Antipasti, sind also eine klassische Vorspeise. Leider habe ich keine vegetarische Variante gefunden. Hackfleisch, Kalbsbries oder Leber sind typische Bestandteile des traditionellen Finderfoods.

Carciofi alla giudia: Artischocken auf jüdische Art

Okay, eigentlich hätte ich direkt einen Foodguide für Trastevere machen können, denn auch für die nächsten beiden römischen Spezialitäten bin ich wieder in das alte jüdische Viertel gefahren. Und zwar in eines der besten Restaurants in Rom: Die Trattoria Da Enzo al 29. Dort gibt es die leckersten frittierten Artischocken ever.

Carciofi alla giudia: Artischocken auf römische Art

Im Da Enzo werden die Artischocken traditionell auf jüdische Art zubereitet. Das heißt sie werden im Ganzen mit reichlich Olivenöl frittiert. Dadurch werden sie unglaublich knusprig. Die römische Variante, Carciofi alla romana, ist auch fein. Dort werden die Artischocken mit Wasser und Olivenöl gedünstet. Ich mag die jüdische Version lieber.

Cacio e Pepe: Mein persönlicher Favorit

Müsste ich mich für ein Gericht entscheiden, das mir in Rom am besten geschmeckt hat, würde ich Cacio e Pepe sagen. Ich bin ganz ehrlich: Bei meiner Recherche tauchte diese traditionelle Nudelspeise auf, also habe ich mich mehr oder weniger verpflichtet gefühlt, sie zu bestellen. Und ich bin so froh, dass ich diesen Gaumenschmaus nicht verpasst habe.

Cacio e Pepe heißt übersetzt Käse und Pfeffer. Das beschreibt das italienische Pastagericht ziemlich präzise. Es besteht aus:

  • Spagetti,
  • schwarzem Pfeffer und
  • Pecorino Romano

Das Geheimnis dieses Gerichts ist das Kochwasser. Die im Nudelwasser enthaltene Stärke sorgt zusammen mit dem Käse und dem Pfeffer für eine herrlich cremige Sauce, die sich perfekt um die Nudeln legt. zu einer wundervoll aromatischen Sauce wird.

Cacio e Pepe: Essen in Rom

Ich kann nicht genug vom Restaurant Da Enzo schwärmen. Vom Olivenöl bis hin zu den wundervollen Carciofi alla giudia und meinen Cacio e Pepe war alles perfekt. Das hat seinen Preis: Nämlich stundenlang Schlangestehen, wenn man nicht mindestens 15 Minuten vor Öffnung der Trattoria vor dem Eingang steht.

Das ist vielleicht auch der einzige Minuspunkt. Das gute, traditionelle römische Essen hat sich längst bei Einheimischen und Tourist*innen herumgesprochen. Und während Du die köstlichen Gerichte genießt gucken Dir wenn Du Pech hast 20 hungrige Mäuler auf den Teller.

Die besten Eisdielen in Rom

Eis essen in Rom ist ein Muss! Im Sommer sowieso. Und wenn Eis auch keine typisch römische Speise ist, so hat Rom doch unbestreitbar die besten Eisdielen der Welt. Und davon befindet sich – Du hast es vermutlich schon vermutet – in Trastevere.

Das Otaleg in der Via di San Cosimato 14a wurde völlig zu Recht zur besten Gelateria Italiens gekürt. Bei Otaleg findest Du neben Klassikern auch ausgefallene Sorten, wie zum Beispiel Basilikum oder Ingwer. Richtig toll finde ich, dass es auch viele vegane Eissorten gibt.

Die Eisdiele Neve di Latte hat vermutlich das cremigste Eis der Stadt. Hier kommt richtig viel Sahne zum Einsatz. Wer wie ich eine Laktoseintoleranz hat, sollte diese Information definitiv vorher haben. Ich habe mich für Pistazie und Vanille entschieden und meine Entscheidung nicht bereut.

Wenn Du Dich allerdings zwischen den beiden Eisdielen entscheiden musst, würde ich Dir das Otaleg empfehlen. Hat für mich tatsächlich nicht nur mit dem Eis, sondern auch mit dem Vibe dort zu tun.

Pistazien Tarte im Lattuga

In Rom wird gerne und viel mit Pistazien gebacken. Unweit der Vatikanischen Museen gibt es einen Ort, der aus meiner Sicht die beste Pistazien Tarte der Stadt serviert: Das Lattuga in der Via Vespasiano. Es handelt sich um ein kleines Restaurant mit vegetarisches und veganen italienischen Spezialitäten, in das auch viele Einheimische gehen.

Pistazienkuchen: Restaurant Lattuga Rom

Obwohl die Mittagskarte ebenfalls sehr verführerisch aussah, gab es für mich einen Espresso und Torta al Pistacchio. Und das in Perfektion. Die Cornflakes in der Füllung waren ein Geniestreich und haben für den perfekten Knusper gesorgt.

Sfogliatelle

Wenn Du in Rom nicht mindestens einmal wie ein/e Einheimische/r zum Frühstück einen Espresso und ein süßes Teilchen an einem Stehtisch schnabuliert hast, musst Du das dringend nachholen. Für Römerinnen und Römer ist ein ausgedehntes Frühstück im Sitzen nämlich eher ungewöhnlich. Brötchen mit Marmelade, Käse und Schinken, wie wir das aus Deutschland kennen, gibt es nicht. Das ist bei den den köstlichen Cornetto mit Pistaziencreme und den göttlichen Sfogliatelle mit Ricottacreme aber kein Verlust.

Ich kann Dir die das Don Nino in der Piazza Fiume sehr ans Herz legen. Die Einrichtung im Vintage Chic ist ganz bezaubernd und die Sfogliatelle sind die besten, die ich in Rom gegessen habe. Und ich habe ziemliche viele gegessen.

Römische Pizza

Ganz wohl fühle ich mich nicht dabei, Dir kein Foto einer traditionellen römischen Pizza präsentieren zu können. Und das obwohl ich die Pizza mit dem hauchdünnen Teig ganz schön oft gegessen habe. Ich mag dicken Pizzateig nicht besonders und bin ein riesen Fan der knusprigen dünnen Variante.

Aber irgendwie war ich immer zu hungrig oder es war zu dunkel für Fotos. Und so musst Du Dich einfach darauf verlassen, dass ich Dir sage, dass es sich lohnt in Rom Pizza zu essen. Am besten in Trastevere.

Bevor Du gehst…

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