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Zimtblume in der Provence: Die Lavendelblüte in Valensole

Mit meiner Reise in die Provence habe ich mir einen ganz großen Traum erfüllt. Ich wollte nämlich schon immer mal zur Lavendelblüte in Valensole. Wann ihr am besten in die Hochebene reist, wo es die prachtvollsten Lavendelfelder gibt und was ihr tunlichst vermeiden solltet, erfahrt ihr in diesem Beitrag

Die Lavendelblüte in Valensole Copyright Angelina Antal
Zwischenstopp in Sisteron: Kalkfelsen, eine Zitadelle und ein großartiges Panorama!

Auf dem Weg nach Valensole lohnt ein Zwischenstopp in Sisteron!

Es gibt eigentlich schon einen Lavendel-Beitrag von mir. Dem Lavendel auf der Spur heißt er. Darin geht es um Fernweh und meinen Wunsch, die Lavendelfelder in der Provence mal mit eigenen Augen zu sehen.

Aber auch um die Erkenntnis, dass es in meiner Wunschheimat Freiburg ebenfalls viele schöne Ecken gibt. In Freiburg blüht der Lavendel ja schließlich auch! Das soll aber nicht heißen, dass ich die Gelegenheit, nach Valensole zu fahren, nicht beim Schopf ergreifen würde.

Ich mache mich also von Freiburg auf in Richtung Südprovence. Das bedeutet sechs Stunden Autofahrt, bevor ich einen kurzen Zwischenstopp in Sisteron einlege. Die Kalkfelsen sind das Wahrzeichen der Stadt und die Zitadelle macht sich ganz ausgezeichnet auf den gerippten Felsen.

Der Lavendel ist eigentlich schon ganz nah. Ich kann ihn quasi riechen, aber ich habe mich trotzdem entschieden, die Nacht in Volonne zu verbringen. Es gibt nichts Schlimmeres, als total gestresst und übermüdet irgendwo anzukommen!


Die Lavendelblüte in Valensole

Und am nächsten Tag ist es dann endlich soweit. Von Volonne geht´s Richtung Valensole. Das lila Lavendelmeer ist nur noch eine Stunde entfernt! Und jetzt kommt mein erster Tipp: Nicht gleich durchdrehen, wenn ihr das erste Lavendelfeld seht. Da kommen noch mehr! Versprochen!

Gefolgt vom zweiten Tipp (weil ich ziemlich sicher bin, dass ihr genau wie ich, trotzdem beim ersten Lavendelfeld anhalten werdet): Nicht einfach mitten auf der Straße anhalten! Und auch nicht ohne nach rechts und links zu gucken über die Straße rennen. Der Lavendel läuft nicht weg.

Tzzz, denkt ihr jetzt. Das muss man mir ja wohl nicht extra sagen. Aber auf dem Weg nach Valensole habe ich ziemlich viele Beinahe-Unfälle erlebt. Der Lavendelduft steigt den Menschen in den Kopf. Und lässt sie komische Dinge tun. Da kann man schon mal die Verkehrsregeln vergessen, wenn das Lila Glück so nahe liegt. 😉


Die Lavendelblüte in Valensole © Angelina Antal

Wenn ihr sichergehen wollt, dass ihr kein Lavendelfeld verpasst, bietet sich die Route de la Haute-Provence du Verdon an. Auf Deutsch: Lavendelroute. Die ist ein Traum. Und Mitte Juni ist mit Sicherheit der perfekte Zeitpunkt diese Reise zu unternehmen. Dann blüht der Lavendel. Es sind aber noch keine Ferien. Und so hat man – mal abgesehen von ziemlich vielen Asiaten (gerade ist ein Foto im Lavendelfeld das Statussymbol) – die lila Blütenpracht ganz für sich alleine.

Das Plateau von Valensole lässt keine Wünsche offen

Die Lavendelfelder sind übrigens ganz genau so, wie ich sie mir immer ausgemalt habe. Ihr kennt das ja sicher: Man freut sich unheimlich auf etwas, hat eine bestimmte Vorstellung und eine damit verbundene Erwartungshaltung. Und da kann es schon mal vorkommen, dass man sich am Ende denkt: Ernsthaft? Das war´s? Aber nicht in Valensole. Dieses Gefühl in einem Meer aus lila Blüten zu stehen, umgeben vom Summen der Bienen, das ist einfach unbeschreiblich schön!


Die Lavendelblüte in Valensole © Angelina Antal

Natürlich sind die Lavendelfelder der Inbegriff der Provence. Südfrankreich hat aber noch mehr zu bieten. Es gibt Weizenfelder in sattem Gelb, gespickt mit ein paar Punkten rotem Mohn. Es gibt Mandelbäume und Lupinenfelder, die den Lavendelfeldern was die Größe betrifft in nichts nachstehen. Nur riechen die Lupinen nicht annähernd so gut, wie der Lavendel. Ich habe den Geruch irgendwie als leicht schweißelig empfunden. Iiiiih. Aber ein schönes Motiv geben die Blumen trotzdem ab und was tut man als Travel Blogger nicht alles für ein gutes Foto. Also Näschen zu und durch!



Natürlich gibt es unzählige kleine Läden, in denen man sich mit Lavendel eindecken kann. Ich habe bei Domaine Les Grandes Marges (Werbung, unbeauftragt) ein Säckchen Bio Lavendel und Lavendel Seife gekauft. Über den Preis kann man sich streiten. Entweder man bezahlt eben 5 Euro für ein Säckchen, oder man hat keine Urlaubserinnerung. Ich gedenke mit dem Lavendel so einiges anzustellen. Ich will Lavendel Sirup und Eiscreme machen. Und den Rest lege ich mir unter das Kopfkissen und habe süße Träume von endlos weiten violett blauen Feldern. Haaaach!

Übrigens: Je weiter man die Route de Manosque in Richtung Verdonschlucht fährt, desto weniger Autos parken am Straßenrand und desto weniger Menschenmassen schieben sich durch die Lavendelfelder. Die Lavendelfelder abseits der Hauptstraße sind nicht weniger schön und ihr könnt ungestört euer Fotoleidenschaft frönen 😉


Die Lavendelblüte in Valensole © Angelina Antal

Das war´s ihr Lieben. Mein Fazit ist, dass ihr alle uuunbedingt mal die Lavendelfelder gesehen haben müsst. Lasst mir gerne einen Kommentar zu meinem Beitrag über Valensole da und markiert mich auf euren Bildern, wenn es euch irgendwann selbst in diese traumhafte Gegend zieht!

Ich wünsche Euch einen wundervollen Tag!

Liebe Grüße

Die Zimtblume

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4 Kommentare

Regina 22. April 2019 - 13:51

Hallo Angelina, ich bin seit über 35 Jahren ein großer Frankreich Fan und dein super schöner Reisebericht hat mich gerade an unseren letzen Provence urlaub erinnert! Wir reisen seit 35 Jahren 2-3 mal im Jahr nach Frankreich im Sommer geht es immer in den Süden da oft ins Corbiere. Pfingsten geht es mal wieder in die Bretagne wo mein Mann sich dieses Jahr durch gesetzt hat! 🙂 ich wollte in die Provence 🙂 aber im August werden wir wohl wenigstens 2 Tage dort sein bevor es weiter zu unserem Gite ins Languedoc geht! Ich wünsche Dir noch einen schönen Feiertag! Liebe Grüße Regina

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Zimtblume 29. April 2019 - 17:38

Hallo liebe Regina, freut mich, dass dich mein Beitrag an deine Urlaubszeit erinnert. Ich würde auch sofort wieder in die Provence gehen. Dort ist es wirklich zauberhaft!
Ganz liebe Grüße, Angelina

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Ellen 18. Juli 2018 - 14:35

Hallo Angelina,
toll dein Reisebericht, da möchte man sofort losfahren …
🙂

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Zimtblume 21. Juli 2018 - 18:33

Das freut mich! So muss das sein! Liebe Grüße, Angelina

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