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Kanu fahren in der Verdonschlucht

Bonjour! Heute gibt´s wieder einen Reisebericht. Nix mit Kuchen. Nenene. Frankreich ist das Thema! Genauer gesagt die wunderschöne Verdonschlucht. Ein ganz besonderer Ort, den ihr unbedingt besuchen solltet, wenn ihr zuuufällig in der Provence seid und genug von den lila Lavendelfeldern rund um Valensole  habt. Warum es mir dort so gut gefallen hat und warum ich beim nächsten Mal vermutlich doch dem guten alten Tretboot den Vorzug geben würde, erkläre ich euch jetzt!

Kanu fahren in der Verdonschlucht

Zum Verständnis: Ich finde Wasser super. Wirklich! Nur werde ich halt auch extrem schnell seekrank. Dafür braucht es gar nicht viel. Gebt mir ein Kanu, das gemütlich hin und her schwankt und ich werde mich unwohl fühlen. Man könnte also sagen, ich bin prädestiniert, um in einem Kanu die Verdonschlucht zu erkunden. Nicht!

Die Verdonschlucht wird auch der Grand Canyon Frankreichs genannt

Aber spätestens, wenn ihr am Eingang zur Verdonschlucht, dem Pont du Galetas, steht – man kann ihn nicht verfehlen, folgt den Menschenmassen, die Richtung Brücke laufen – ist euch der Gleichgewichtssinn, der euch ein Schnippchen schlägt, schnurzpiepegal. Dann wollt ihr auch da runter und über das extrem blaue Wasser schippern.


Kanu fahren in der Verdonschlucht

Die Verdonschlucht hat für Wassersportler verschiedene Einstiegsmöglichkeiten. Wir wollten zum Plage de Galetas. Unser Campingplatz „Camping le Galetas“, den man, wie ich finde, nur bedingt empfehlen kann, lag unweit davon entfernt. Und so konnten wir morgens, gleich nach dem Frühstück, ans Wasser laufen und uns das Fortbewegungsmittel unserer Wahl mieten.

Keep calm and paddle on!

Ausleihen könnt ihr Kanus, Kayaks und Tretboote. Die Preise sind nach Dauer des Gebrauchs gestaffelt. Wir haben festgestellt, dass man nicht länger als 2 Stunden benötigt, um einmal bis zum Wasserfall gleich hinter der zweiten Kurve und zurück zu fahren. Weiter kommt ihr nämlich nicht, weil gesperrt ist. Den Rest der Zeit könnt ihr auf dem Stausee herumschippern oder ins Wasser springen. 


Kanu fahren in der Verdonschlucht

Und da sind wir auch schon beim Kern der Geschichte angelangt. Mietet euch ein Tretboot. Ein Kanu hat natürlich einen viel höheren Style Faktor. Aber ihr müsst eure Habseligkeiten in einer riesigen Plastik-Trommel verstauen, weil immer die Gefahr besteht, dass das Gefährt mit Mann und Maus umkippt. Und dann kommt ihr schlecht an euren Fotoapparat. Und an das Trinken. Und an das Picknick, das ihr euch extra gerichtet habt. Und an die Sonnencreme. Auch baden ist schwierig bis unmöglich. Selbst wenn ihr es schafft ins Wasser zu springen, kommt ihr vermutlich nicht mehr ins Kanu, ohne dass alles umkippt. Damit ihr einen super entspannten Tag in der Verdonschlucht genießen könnt, gibt’s hier von mir mal eine kleine Check Liste.


Check Liste für den perfekten Tag in der Verdonschlucht

  • Tretboot mieten (kostet ca. 35 EUR für 2 Stunden)
  • Badesachen
  • Handtuch zum Abtrocknen
  • Sonnencreme
  • Sonnenbrille
  • Kopfbedeckung
  • Wasserfeste Hülle für das Handy
  • Ausreichend Flüssigkeit
  • Essen für ein Picknick beim Stausee
  • Ein Fotoapparat oder eine Gopro
  • Decke oder großes Handtuch zum Chillen am „Plage des Galetas“

Kanu fahren in der Verdonschlucht

Neben dem ganzen Wasser-Spaß ist die Verdonschlucht übrigens auch ein Paradies für Kletterer und Wanderer. Wir hatten einen straffen Zeitplan und konnten uns nicht vorstellen, bei 37 Grad wie ein nasser Sack an einer Wand zu baumeln. Aber zum Wandern kommen wir definitiv nochmal zurück.

Und egal wie wenig Zeit ihr habt, einen Ausflug nach Valensole und zum Städtchen Moustiers-Sainte-Marie mit seiner pittoresken Altstadt und der romanische Kirche dürft ihr auf keinen Fall verpassen.

So ihr Lieben. Ich hoffe ich habe euch ein bisschen Lust auf Südfrankreich gemacht. Wer fragen hat, kann mich gerne anschreiben. Und natürlich freue ich mich wie ein Schnitzel über jedes Kommentar von euch! 

Liebe Grüße,

Die Zimtblume

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