Während es in Deutschland kalt und ungemütlich ist, bin ich im Januar kurzerhand für 7 Tage nach Málaga gereist. Die zweitgrößte Stadt Andalusiens hat mich begeistert! Kulinarisch war sie ein absolutes Highlight, aber auch die Sehenswürdigkeiten stehen dem in nichts nach. Die eine oder andere Sache würde ich beim nächsten Besuch vielleicht doch anders machen. Welche Sehenswürdigkeit mich nicht überzeugt hat, verrate ich Dir in diesem Reisebericht.
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In Kürze
- Málaga ist die zweitgrößte Stadt Andalusiens
- Januar ist der kälteste Monat, doch selbst dann herrschen noch gute 15 Grad
- Alcazaba und Castillo de Gibralfaro waren meine Highlights
- Das Museo Picasso Málaga hat mich nicht überzeugt
Málaga Urlaub: 7 Tage im Januar
Seit meinem Valencia Urlaub im November habe ich die Winterzeit als Reisezeit für Spanien für mich entdeckt. Der Januar in Málaga ist mit seinen milden 13 bis 16 °C perfekt für mich! Während mittags die Sonne fast schon T-Shirt-Wetter auf den Plan ruft, ist es morgens richtig frisch. Ein Glück, dass ich aufgrund der kalten Temperaturen in Deutschland ohnehin etwas wärmere Kleidung am Anreisetag anhatte.
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Anreise & Flug nach Málaga
Meine Anreise zum Flughafen Baden-Baden war aufregend. Ich habe zum ersten Mal Fast Track gebucht, in weiser Voraussicht, dass bei Schneefall absolutes Chaos herrschen wird. So war es dann auch. Die Straße zum Flughafen in Baden-Baden war nicht geräumt, die Fahrt dadurch eine einzige Schlitterpartie.
Am Flughafen angekommen, war die Schlange so lang, dass ich es nie pünktlich zum Boarding geschafft hätte. Fast Track hat mir in diesem Fall den Urlaub gerettet. Im Flugzeug ging das Abenteuer weiter, denn aufgrund des Schneefalls und der Vereisung am Flugzeug mussten die Passagiere fast zwei Stunden am Boden warten.

Hotel in Málaga
Mit dem Uber ging es unkompliziert vom Flughafen zum Hotel Well and Come (Werbung). Mit ziemlich viel Verspätung wohlgemerkt. Sobald ich das Hotel betrat, war ich gelöster. Der nette Hotelrezeptionist hat mir etwas zu trinken angeboten. Wer möchte, kann sich am Empfang jeden Tag mit getrockneten Früchten oder Schaumgummi eindecken. Das Zimmer war sauber und groß genug für eine Woche. Der Speisesaal im Untergeschoss hat mir nicht zugesagt. Ich bin die Woche über lieber in die nahe gelegenen Cafés zum Frühstücken gegangen.

Im Hotel gibt es einen kleinen aber feinen Wellnessbereich. Wenn Du Deinen Tagesablauf in etwa kennst, empfehle ich Dir direkt für mehrere Tage zu reservieren. Ändern kannst Du die Reservierung immer noch. Aber der Bereich ist so klein, dass Du ohne Buchung keine Liege haben wirst. In der Umkleidekabine findest Du ein Wasser im Tetrapack und ein Handtuch für die Liege. Ich kann das Hotel Well and Come empfehlen. Der nordische Style der Lobby, der kleine Wellnessbereich und die Lage haben es für mich zum perfekten Ausgangsort für 7 Tage in Málaga gemacht.

Essen in Málaga
Vom Essen in Málaga werde ich noch lange schwärmen. Ich habe hier so gut gegessen! Besonders gefreut hat mich, dass eine treue Leserin meine Restaurantempfehlungen kurz nach meiner Reise ausprobiert hat und ebenfalls begeistert war. Hüpfe gleich mal zum Beitrag und erlebe Málagas kulinarische Highlights.
Málaga Sehenswürdigkeiten
Diese Küstenstadt hat alles, was es aus meiner Sicht für einen gelungenen Kurzurlaub in einer Stadt braucht. Eine sehr lebendige Altstadt mit schmalen pittoresken Gassen, eine Hafenpromenade und einen Stadtstrand in unmittelbarer Nähe zur Altstadt und jede Menge Kunst, Kultur und Architektur. Ich zeige Dir, was mir am besten gefallen hat.

Mercado Central de Atarazanas
Im Urlaub auf Märkte zu gehen oder der Markthalle einen Besuch abzustatten, ist eigentlich immer eine gute Idee. Anders als beispielsweise in Madeira in der Markthalle von Funchal ist der Mercado Central de Atarazanas keine reine Touristenattraktion. Einheimische kaufen hier Obst, Gemüse und Fisch und essen in den Restaurants direkt vor der Markthalle den frisch zubereiteten Fisch. Wenn Du mich fragst, ist ein Besuch hier obligatorisch.😜
Santa Iglesia Catedral Basílica de la Encarnación
Die Kathedrale von Málaga ist wunderschön. Von Einheimischen wird sie auch La Manquita, die Einarmige, genannt. Denn wegen der fehlenden Gelder wurde der zweite Turm, der Südturm, nie gebaut. Ich finde, gerade das macht die Kathedrale so besonders, sie war auf meinen Fotostreifzügen durch die Stadt ein beliebtes Fotomotiv.

Plaza de la Constitución
Einen Steinwurf von der Kathedrale entfernt befindet sich der Plaza de la Constitución aka Platz der Verfassung. Ziemlich genau im Zentrum gelegen hast Du hier jede Menge Zeit, Fotos zu machen, ohne auf den Verkehr achten zu müssen, denn der gesamte Platz ist autofrei. In der Weihnachtszeit und bis zum 6. Januar ist dieser Platz ein Lichtermeer. Ein paar Schritte weiter startet die berühmte Einkaufsstraße Calle Marqués de Larios, die noch reicher geschmückt ist.

Iglesia de San Juan Bautista
Die maurischen Einflüsse in Málaga sind allgegenwärtig. Sie zeigen sich auch an der Fassade der Iglesia de San Juan Bautista. Das besondere an dem Fassadenfresko mit geometrischen Motiven ist, dass es erst nach aufwendiger Restaurierung wieder freigelegt wurde. Jahrhundertelang war es unter einer dicken weißen Kalkschicht verborgen. Ein Zwischenstopp lohnt sich auf jeden Fall.

Alcazaba
Du hast kein Ticket mehr für die Alhambra bekommen? Die Alcazaba von Málaga wird auch als kleine Alhambra bezeichnet und ist Deine Chance, doch noch maurische Torbögen und Gärten zu bewundern. Der Palast gilt als Wahrzeichen der Stadt und ist zusammen mit dem etwas höher gelegenen Castillo de Gibralfaro mein Highlight.

Castillo de Gibralfaro
Das Wetter war etwas wechselhaft, als ich entschieden habe, nicht nur den steilen Aufstieg bis zum Castillo de Gibralfaro auf mich zu nehmen, um die sensationelle Aussicht auf den Hafen zu genießen, sondern auch den Eintritt in die Burg zu bezahlen. Falls Du Dich gefragt hast, ob sich das lohnt – ja! Mache das unbedingt und spare hier nicht.

Du hast die Möglichkeit einen 360-Grad-Ausblick auf Málaga zu genießen. Mein Highlight war allerdings, dass ich auf den begehbaren Wehrgängen, den Paseos de Ronda, entlangspazieren konnte. Fast die gesamte äußere Verteidigungsmauer mit ihren schmalen, steinernen Pfaden ist begehbar. Das Feeling war einfach nur magisch!

Puerto und Muelle Uno
Den Hafen von Málaga siehst Du vom Castillo de Gibralfaro in seiner ganzen Pracht. Ich persönlich finde es durchaus lohnenswert von der Altstadt aus zur Hafenpromenade zu schlendern, vorbei an den riesigen Kreuzfahrtschiffen, die dort ankern. Der quirligste Bereich ist der moderne Hafenbereich Muelle Uno. Du findest hier Restaurants, Cafés und Bars und den bunten Glaskubus am Eingang des Centre Pompidou.


La Malagueta
Der Stadtstrand von Málaga schließt nahtlos an Muelle Uno an. Auch hier ist es ziemlich touristisch. Du findest hier jede Menge Restaurants und Strandbars. Vor fast jeder Bar findest Du mit Sand gefüllte alte Fischerboote, die als Grillstation zweckentfremdet werden. Die sogenannten Espetos de Sardinas garen hier über der Glut. Sie gehören zu den typischsten Gerichten der Region.

Playa La Caleta
Wenn Du die Promenade weiterläufst, verändert sich das Bild. Es wird weniger touristisch. Der Playa La Caleta wird eher von Einheimischen frequentiert. Hier gibt es kleine Rasenflächen und Palmen, joggende Malagueños und spielende Kinder. Mir persönlich hat es hier etwas besser gefallen, aber das ist Geschmackssache.

Overrated: Das Picasso Museum in Málaga
In jedem Urlaub gibt es mindestens eine Sehenswürdigkeit, die ich im Nachhinein lieber von der Liste gestrichen hätte. Das ist völlig okay, denn selbst mit vorheriger Recherche basieren Empfehlungen immer auf persönlichem Geschmack. Wenn Du häufiger meine Beiträge liest, weißt Du, wie gerne ich in Museen gehe. Wenn mir ein Museum gefällt, gehe ich sogar zwei Mal, wie ich es in Edinburgh im National Museum of Scotland gemacht habe.
Das Picasso Museum in Málaga dagegen würde ich nicht nochmal besuchen. Erstmal stehst Du trotz gebuchtem Ticket ewig in einer Schlange. Anschließend besuchst Du in einem völlig überlaufenen Museum in alles andere als gelöster Atmosphäre eine meiner Meinung nach schlecht kuratierte Ausstellung. Ich hatte nach kürzester Zeit die Nase voll und bin geflüchtet.
Ein Learning aus vielen Reisejahren: Gerade bei kurzen Aufenthalten ist Deine Zeit kostbar. Nur weil Du dafür bezahlt hast, musst Du nicht bleiben, wenn es Dir nicht gefällt.😉
Feste im Januar: Heilige Drei Könige
Heilige Drei Könige ist bei uns in Deutschland keine allzu große Sache. Für mich ist dieser Tag ein Grund meinen Dreikönigskuchen aus Hefeteig zu backen. In Málaga ist das ganz anders. Insbesondere der 5. Januar, der Tag vor Heilige Drei Könige, wird mit einem großen Umzug gefeiert. Die ganze Stadt, insbesondere die große Einkaufsstraße, die Calle Marqués de Larios, ist mit Lichtern geschmückt.

Der große Umzug der Heiligen Drei Könige – Cabalgata de Reyes Magos – ist ein Spektakel, das ich so schnell nicht vergessen werde. Die Malagueños arbeiten das ganze Jahr an ihren Umzugswagen für den Festtagsumzug. Jede Gruppe hat ein anderes Thema und überbietet die vorherige was Gestaltung, Musik und vor allem Süßigkeiten angeht. Ähnlich wie bei uns an Fasnet, werden die Besucher:innen mit Bonbons beschenkt. Den ganzen Umzug über rufen Malagueños aller Altersklassen ¡Caramelos, caramelos!

Ausflüge von Málaga
Wenn Du in Málaga Urlaub machst, plane unbedingt einen Tag in der Alhambra ein. Meine unbedingte Empfehlung ist, Deine Tickets so früh wie möglich zu buchen. Wenn Du die Alhambra zwingend besuchen möchtest, rate ich Dir sogar parallel nach Eintrittskarten und Flügen zu schauen. Ich hatte in der Nebensaison Glück und war zudem so früh da, dass wenig los war. In den Sommermonaten ist dieser Ort einfach nur überfüllt und Tickets Monate vorher ausgebucht.
Wenn Du die Alhambra besuchst, ist Granada nur einen Steinwurf entfernt. Die Stadt ist wunderschön und wenn Du vom Sightseeing nicht zu müde bist, definitiv einen Besuch wert. Ich habe dort Churros gegessen, ein bisschen gebummelt und bin am frühen Abend zurück nach Málaga gefahren.
Neben Alhambra und Granada sind diese Ausflugsziele besonders beliebt:
- Caminito del Rey
- Ronda
- Nerja
Ich habe mich entschieden, mir diese Highlights für einen späteren Besuch aufzuheben, um mir meine Tage nicht zu voll zu packen.
Tipps für Málaga
Absoluter Pro-Tipp für Ausflüge: Wenn Du nur 1-2 Ausflüge planst, kannst Du Dir ganz einfach in Málaga ein Mietauto nehmen. Das ist viel günstiger, als vom Flughafen aus in die Innenstadt zu fahren und das Auto dort irgendwo teuer zu parken.
Es hat sich eingebürgert, dass ich auf meinen Reisen eine Massage buche, wenn es die Zeit zulässt. Inzwischen habe ich einen guten Vergleich, was europäische Städte angeht. In Málaga hatte ich eine ganz hervorragende Massage. Genau der richtige Druck und ein super Preis-Leistungsverhältnis sind Grund genug Dir das Massage & Wellness – by Harmony Sanctuary zu empfehlen.
Lasse etwas Platz im Koffer. Das klingt nach einem no brainer, aber Du wirst mir dafür noch dankbar sein. In Málaga kannst Du prima shoppen. Insbesondere in der Calle Larios gibt es viele Shoppingmöglichkeiten. Ich nehme mir gerne als Souvenir ein Kleidungsstück oder Schmuck mit. Davon habe ich länger etwas.
Und ein kulinarischer Tipp zum Schluss: Trinke ein Glas frischgepressten Orangensaft! 😉

FAQ: Häufige Fragen zu Málaga
Plane mindestens 3-4 Tage ein. Wenn Du Ausflüge in die Region machen möchtest, empfehle ich Dir bis zu 7 Tage.
Frühling und Herbst sind ideal, wenn Du der spanischen Sommerhitze entgehen möchtest. Die milden Wintermonate sind mein Geheimtipp, denn dann ist es nicht so überfüllt und trotzdem noch sonnig.
Nein, Du kannst die Altstadt hervorragend zu Fuß erkunden. Für Ausflüge zum Strand empfehle ich den Bus oder, wenn Du es etwas bequemer magst, ein Uber.
Fazit
Du fragst Dich, ob sich ein Urlaub in Málaga lohnt? Zu 100 Prozent! Ich hatte dort eine wundervolle und ziemlich abwechslungsreiche Zeit. Hätten 5 Tage gereicht? Ohne Ausflüge garantiert. Ich möchte mir die Urlaubstage nicht ganz so voll packen und chille gerne mal ohne sämtliche Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Ein etwas komprimierterer Kurztrip ist ebenfalls möglich, aber für mich waren 7 Tage perfekt.
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