Der Cabot Trail auf Cape Breton Island ist eine 298 Kilometer lange Ringstraße und gilt als eine der schönsten Panoramastraßen Kanadas. Mache Dich auf viel dichten Wald und wenig durchgehenden Meerblick gefasst – der Roadtrip lohnt sich absolut, wenn Du die richtigen Stopps kennst. Erfahre jetzt meine Cabot Tail Highlights und Tipps für Deine Routenplanung.
Was ist der Cabot Trail?
Der Cabot Trail ist eine weltberühmte Panoramastraße, die sich einmal rund um den Norden von Cape Breton Island in Nova Scotia windet. Es handelt sich um eine Küstenstrecke, die für ihre dramatischen Klippen und die weiten Ausblicke auf den Sankt-Lorenz-Golf bekannt ist.
In Kürze
- Art: Panoramastraße (Ringstraße)
- Länge: 298 km
- Region: Cape Breton Island, Nova Scotia
- Beste Fahrtrichtung: Gegen den Uhrzeigersinn
- Highlights: Green Cove Trailhead, Bog Trailhead, Skyline Trail
Fahrtrichtung: Im oder gegen den Uhrzeigersinn?
Die Frage nach der idealen Fahrtrichtung beschäftigt fast alle bei der Routenplanung. Ich empfehle klar die Fahrt gegen den Uhrzeigersinn. Da in Kanada Rechtsverkehr herrscht, fährst Du auf dieser Route durchgehend auf der äußeren Spur direkt an der Küste. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Du kannst die spektakulären Aussichtspunkte jederzeit sicher anfahren, da Du rechts abbiegst und nicht den Gegenverkehr kreuzen musst.
Manche Reiseführer empfehlen die Fahrt im Uhrzeigersinn. Der Grund dafür: Du fährst auf der inneren Spur eng am Berg. Das ist schonender für Menschen mit Höhenangst, erschwert aber das Anhalten für Fotos massiv.
Anreise zum Cabot Trail: Warum sich ein Stopp in Antigonish lohnt
Der offizielle Einstiegspunkt für den Cabot Trail ist Baddeck. Da meine Anreise von LaHave an der South Shore mit knapp fünf Stunden recht lang war, habe ich mich gegen das Durchfahren entschieden.
Stattdessen habe ich einen Zwischenstopp in Halifax gemacht und eine Übernachtung in Antigonish eingeplant. Auch wenn der Ort technisch noch vor dem eigentlichen Trail liegt, ist er die perfekte Ausgangsbasis, um am nächsten Tag ausgeruht zu starten.
Natürlich kannst Du auch direkt bis nach Baddeck durchfahren und dort übernachten, um direkt am Nationalpark zu sein. Für mich war Antigonish jedoch ideal, um die Region entspannter zu erleben.
Unterkunft-Check
- Lage: Sehr zentral in Antigonish, hübsch eingerichtet und mit Begrüßungsschokolade.
- Kritik: Trotz der schönen Optik gab es einen modrigen Geruch und Schimmelbefall außen am Schlafzimmerfenster. Prüfe Unterkünfte hier vorab sehr genau.
Frühstücks-Tipp: The Tall and Small Café
📍 Adresse: 342 Main St, Antigonish
Für das Frühstück vor der Weiterfahrt habe ich das The Tall and Small Café entdeckt. Der Laden war um 9 Uhr morgens bereits gut von Einheimischen besucht. Da ich morgens lieber herzhaft esse, war ich froh über die Grilled Cheese Sandwiches (Apple Dijon und Green Pepper). Als Wegzehrung für den Cabot Trail habe ich mir noch einen Pekannuss Brownie für 2,83 $ mitgenommen. Das ist ein wichtiger Tipp, da die Verpflegung im Nationalpark später oft spärlich ist.
Übrigens: Wenn Du schon mal in der Main Street bist – ich habe im Laden Fabled Willow ein total süßes Geschenk zur Geburt gefunden.
📍 Adresse: 324B Main St, Antigonish
Pomquet Beach: Traumstrand mit kleiner Warnung
📍 Adresse: 32 Pomquet Beach Rd, Antigonish
Der Pomquet Beach Provincial Park liegt etwa 20 Minuten nordöstlich von Antigonish. Geparkt wird auf dem offiziellen Parkplatz direkt am Ende der Zufahrtsstraße. Es handelt sich um einen wunderschönen Sandstrand mit Dünenlandschaft und Dünenstegen.
So schön der Strand selbst auch ist, der Weg vom Parkplatz über die hölzernen Stege durch das Marschland zum Wasser kann tückisch sein. Ich habe ca. 5 Minuten gebraucht und mir genau so viele Moskito Bisse eingefangen. Wenn Du hier ohne Insektenschutzmittel unterwegs bist, wirst Du überfallen.😂
Cape George Lighthouse
📍 Adresse: 152 Lighthouse Rd, Antigonish
Cape George Lighthouse liegt am nordwestlichen Zipfel der St. Georges Bay. Für mich war dieser Ort die perfekte, ruhige Alternative zum berühmten Peggys Cove. Es gibt dort einen hübschen Leuchtturm auf einem Hügel mit Blick auf St. George’s Bay. Während Peggys Cove oft überlaufen ist, konnte ich hier die Stille genießen. Und auch wenn dieser Abstecher Zeit von der eigentlichen Cabot Trail Route gekostet hat – mir hat es dort gefallen.
Wichtiger Tipp für Deine Zeitplanung: Dieser Abstecher kostet Zeit, die Dir später auf der eigentlichen Cabot Trail Route fehlt. Wenn Du einen engen Zeitplan hast, empfehle ich Dir, Pomquet Beach und den Leuchtturm auszulassen.
Baddeck: Das Tor zum Cabot Trail
Baddeck markiert den offiziellen Anfangs- und Endpunkt des Cabot Trails. Für mich war der Ort jedoch eher ein logistisches Ziel für die Durchreise. Sehenswert ist der kleine Hafen mit dem angrenzenden Uferpark. Dieser Ort eignet sich perfekt für eine kurze Pause vor der eigentlichen Panoramaroute.
Lunch-Stopp: Tom Pizza statt Highwheeler Cafe
Eigentlich hatte ich mir das Highwheeler Cafe & Bakery für mein Mittagessen ausgesucht. Doch bei meiner Ankunft war fast alles restlos ausverkauft. Spontan bin ich auf Tom Pizza ausgewichen und habe mein Essen im Uferpark am Hafen genossen.
Zu diesem Zeitpunkt war mir eine Sache noch nicht klar: Die Verpflegung kann auf dem gesamten Cabot Trail zu einem echten Problem werden. Du kannst Dich nicht darauf verlassen, dass Cafés geöffnet haben oder Öffnungszeiten stimmen. Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest Du Dich unbedingt im Co-op in Baddeck mit Vorräten und Snacks für die Fahrt eindecken.
Übernachten im Chanterelle Inn
📍 Adresse: 48678 Cabot Trail North River Bridge, Baddeck
Für die Übernachtung habe ich das Chanterelle Inn & Restaurant gewählt. Das Haus wird von einem deutschen Auswanderer geführt, der vor kurzem den Besitz übernommen hat. Das Zimmer war ansprechend mit vielen Antiquitäten eingerichtet, allerdings verströmt das alte Gebäude einen etwas muffigen Geruch.
Das Frühstück am nächsten Tag war lecker. Da das zugehörige Restaurant jedoch geschlossen war, war ich froh über meine Pizza-Reste und die Einkäufe aus dem Supermarkt. Ohne diesen Proviant wäre ich hungrig ins Bett gegangen.😜
Die Hauptroute: Cabot Trail an einem Tag
Ein oft gelesener Ratschlag ist es, sich für den Cabot Trail mindestens zwei oder drei Tage Zeit zu nehmen. Da ich für meine gesamte Reise nur vier Tage inklusive An- und Abreise zur Verfügung hatte, musste ich den Trail an einem Tag absolvieren.
Es war der längste und intensivste Tag meines Roadtrips. Für die gesamte Strecke von der North River Bridge bis nach Chéticamp habe ich von 9 Uhr morgens bis 18 Uhr abends gebraucht.
In diesen 9 Stunden waren alle meine Stopps und Wanderungen problemlos machbar. Meine Erfahrung: Es ist realistisch, wenn Du die Route gut planst. Ich kam pünktlich und ohne Stress zum Abendessen in Chéticamp an.
Ingonish & Ingonish Beach
Ab Ingonish beginnt der Nationalpark und Du kannst an den Kassenhäuschen einen Pass kaufen. Ich habe von einem Freund einen noch gültigen Jahrespass geschenkt bekommen, sodass ich mir darüber keine Gedanken machen musste.
Der weitläufige Ingonish Beach ist ein absoluter Hingucker. Was diesen Ort so besonders macht, ist die dramatische Kulisse: Direkt über dem Strand thronen markante Häuser auf den steilen Klippen, was zusammen mit der Brandung ein fast schon surreales Panorama ergibt.
Groovy Goat Farm
Die Groovy Goat Farm war eine meiner liebsten Stopps auf dem Cabot Trail. Hier kannst du super leckeres Eis kaufen und es gibt einen Shop mit selbst gemachter Seife. Hinter dem Haus gibt es Ziegen.

Salty Roses & the Periwinkle Café
📍 Adresse: 36056 Cabot Trail, Ingonish, NS B0C 1K0, Kanada
Direkt neben der Groovy Goat Farm liegt das Café Salty Roses & the Periwinkle Café. Ich habe es hier geliebt! Es gibt dort auch einen Giftshop. Aber ich habe mich primär mit Kaffee und einer Zimtschnecke versorgt und mit Proviant für die Weiterfahrt eingedeckt. Als Snack habe ich mir ein dekadentes Sandwich mit Snow Crab mitgenommen.
Snow Crab (Schneekrabbe) ist bekannt für ihr süßliches, zartes Fleisch und gilt als besondere Delikatesse der Region.
Mein Geheimtipp: Black Brook Cove Beach
📍 Adresse: Ingonish Beach, Nova Scotia B0C 1L0
Am Black Brook Cove Beach ist Einsamkeit fast garantiert. Ich habe direkt am Parkplatz gevespert, mein Sandwich gegessen und die Ruhe genossen.
Der Strand liegt in unmittelbarer Nähe zum Still Brook Waterfall. Er ist für eine kurze Pause ideal, da vor Ort auch öffentliche Toiletten vorhanden sind. Dieser unkomplizierte Stopp war für mich die perfekte Alternative zu den stark besuchten Aussichtspunkten.
Lakies Head und Green Cove Trailhead
Plane bei Lakies Head und vor allem beim Green Cove Trailhead jeweils etwa eine halbe Stunde oder sogar etwas länger ein. Die gesamte Strecke ist sehr angenehm zu fahren, da die Straßen gut ausgebaut sind.
Du findest eigentlich überall gute Parkmöglichkeiten, sodass spontane Stopps stressfrei machbar sind. Am Green Cove Trailhead habe ich länger verweilt, um die Granitfelsen und die Wellen zu beobachten.
Die zerklüfteten Klippen dort sind ein fantastisches Motiv und für mich eines der Highlights der Strecke.

Neils Harbour
Neils Harbour ist kein Must-have, aber für mich war es irgendwie besonders, weil ich dort tolle Fotos gemacht habe. Es ist ein Ort, an dem man einfach mal hält, auch wenn es kein Touri-Hotspot ist. Es gibt dort nicht viel – einen Leuchtturm, einen kleinen Hafen und viel authentische Atmosphäre.
Die schönsten Wanderungen am Cabot Trail
Je länger Du am Cabot Trail bleibst, desto mehr Wanderungen kannst Du natürlich in Deine Route einbauen. Viele Reisende verbringen mehrere Tage in der Region, um die zahlreichen Wanderwege zu erkunden.
Da ich den Trail an einem Tag absolviert habe, beschränke ich mich auf zwei Empfehlungen. Ich habe eine längere Wanderung und einen kurzen Spaziergang ausgewählt, die beide auf ihre Weise wunderschön sind.
Bog Trail: Ein Spaziergang durch das Hochmoor
Der Bog Trail ist eine kleine Runde auf einem Holzsteg, die sich eher wie ein einfacher Spaziergang anfühlt. Er führt durch ein spezielles Hochmoor, das eine ganz eigene Pflanzenwelt beherbergt.
Bei meinem Besuch hat es leicht geregnet. Die Wassertropfen hingen schwer in den Moosen und den fleischfressenden Pflanzen, die dort am Boden wachsen. Diese kühle, feuchte Atmosphäre hat den Weg für mich zu einem der Highlights am Cabot Trail gemacht.
Skyline Trail: Aussicht bei jedem Wetter
Den Skyline Trail im Sonnenschein zu gehen, kann jeder. Ich habe ihn bei Regen erlebt, was der Wanderung eine ganz eigene Note verlieh. Es war trotzdem richtig schön und ich bin froh, dass ich diese Route gewählt habe.
Der Weg bietet Dir unvergleichliche Ausblicke über die Küstenlinie und den Ozean. Er ist der bekannteste Pfad im Nationalpark und gehört für mich zum Pflichtprogramm, wenn Du die Zeit dafür einplanst.
Skyline Trail Facts
- Art: Rundweg oder Hin- und Rückweg möglich
- Länge: ca. 8,2 km (Rundweg)
- Schwierigkeit: Leicht bis moderat, weitgehend flach
- Dauer: ca. 2 bis 3 Stunden
- Besonderheit: Bekanntester Aussichtspunkt für Wale und Sonnenuntergänge
Abschluss in Chéticamp: Meine Tipps für den Abend
Chéticamp war für mich das Ziel eines langen Tages auf dem Cabot Trail. Auch hier stieß ich wieder auf Herausforderungen bei der Verpflegung: Viele Cafés hatten um 18 Uhr bereits geschlossen. Zum Glück gab es aber noch ein paar offene Restaurants.
Restaurant-Tipp: L´abri restaurant et bar
Zum Abendessen bin ich im L´abri eingekehrt. Bei dem kühlen Wetter war das genau die richtige Entscheidung. Ich habe mich für den Seafood Chowder, Muscheln und jungen Brokkoli als Beilage entschieden.
Der Service im Restaurant war super, das Essen kam schnell und war ein echtes Highlight nach der langen Fahrt. Besonders der Chowder ist in dieser Region eine klare Empfehlung.
Meine Unterkunft in Chéticamp
Die Unterkunft in Chéticamp war mein absoluter Favorit auf der gesamten Reise. Von außen dachte ich im ersten Moment kurz, dass die Fassade durch die direkte Lage am Meer etwas mitgenommen aussieht.
Doch drinnen war es sofort gemütlich und heimelig. Es hat sich angefühlt, als hätte der Besitzer dort selbst einmal gewohnt. Es gab sogar eine Playstation, sodass ich mir einen Disney-Film für meinen letzten Abend am Cabot Trail gegönnt habe.
Die Kombination aus der rauen Lage am Wasser und der gemütlichen Einrichtung im Inneren war der perfekte Abschluss für diesen Roadtrip. Am nächsten Tag ging es von Chéticamp mit einem kurzen Zwischenstopp in Antigonish direkt weiter zum Flughafen nach Halifax.
Planung & Vorbereitung: Was Du vorab wissen musst
Eine gute Vorbereitung ist für diesen Roadtrip essenziell, da die Infrastruktur in den Highlands lückenhaft sein kann. Hier sind meine wichtigsten Erkenntnisse für Deine Planung, damit Du nicht vor verschlossenen Türen stehst.
Quick-Check
- Navigation: Unbedingt Offline-Karten nutzen (große Funklöcher)
- Nationalpark: Parks Canada Discovery Pass erforderlich
- Verpflegung: Wasser- und Snackvorrat einplanen
- Tanken: In Baddeck vollmachen
- Reisezeit: Ab Mitte Oktober viele Schließungen (Saisonalität)
Verpflegung: Warum Du improvisieren musst
Verlasse Dich niemals blind auf die Öffnungszeiten im Internet. Ich habe mehrfach erlebt, dass Cafés oder Restaurants als „geöffnet“ markiert waren, vor Ort aber geschlossen hatten. Besonders Cafés machen in den kleinen Ortschaften oft schon sehr früh am Nachmittag zu.
Es kann Dir passieren, dass Du nicht in Deinem favorisierten Restaurant essen kannst, weil es spontan einen Ruhetag gibt oder die Küche bereits zu ist. In solchen Momenten musst Du flexibel sein und auch mal mit einem Snack von der Tankstelle vorliebnehmen.
Packe Dir unbedingt einen Vorrat an Wasser und haltbaren Lebensmitteln ein, bevor Du in den Nationalpark startest. Diese Unabhängigkeit rettet Dir den Tag, wenn die lokale Gastronomie gerade keine Kapazitäten hat.
Das Funkloch-Problem und Offline-Karten
Auf weiten Strecken des Cabot Trails wirst Du kein Netz haben. Die Berge im Nationalpark blockieren die Signale zuverlässig, was nicht am Provider, sondern an der Topografie liegt. Verlasse Dich daher niemals auf eine Live-Navigation.
Lade Dir vorab unbedingt Offline-Karten bei Google Maps herunter oder nutze klassisches Kartenmaterial. Ohne diese Vorbereitung wird es schwierig, bestimmte Abzweigungen oder kleinere Wanderparkplätze sicher zu finden.
Der Parks Canada Discovery Pass
Für den Bereich des Cape-Breton-Highlands-Nationalparks benötigst Du den Parks Canada Discovery Pass. Diesen kannst Du entweder vorab online bestellen oder direkt an den Kassenhäuschen an den Parkeingängen (zum Beispiel in Ingonish oder Chéticamp) kaufen.
Der Pass ist pro Fahrzeug oder Person erhältlich. Falls Du planst, während Deiner Reise noch weitere Nationalparks in Kanada zu besuchen, rechnet sich oft schon der Jahrespass.
Erwartungsmanagement: Viel Wald, wenig Meerblick?
Ein häufiger Irrtum ist, dass man die gesamte Zeit direkt am Ozean entlangfährt. Tatsächlich führt ein großer Teil der Strecke durch dichtes Waldgebiet im Landesinneren.
Die Ausblicke auf das Meer konzentrieren sich auf bestimmte Abschnitte, besonders an der Westküste bei Chéticamp und im Norden bei Neils Harbour. Stelle Dich darauf ein, dass Du viel Zeit zwischen Bäumen verbringst, bevor sich das Panorama wieder öffnet.
Tanken und Saisonalität
Plane Deine Tankstopps vorausschauend. Innerhalb des Nationalparks gibt es so gut wie keine Tankstellen. Nutze die Gelegenheiten in Baddeck oder Chéticamp, um Dein Fahrzeug komplett aufzufüllen, bevor Du die Highlands befahren willst.
Beachte auch die Saisonalität: Ab Mitte Oktober (nach Thanksgiving) gehen viele Betriebe in die Winterpause oder verkürzen ihre Zeiten drastisch. Wenn Du spät im Jahr unterwegs bist, verschärft sich das Verpflegungs- und Tankproblem zusätzlich.
Häufige Fragen zum Cabot Trail (FAQ)
Hier beantworte ich kurz die wichtigsten Fragen, die mir bei der Planung und vor Ort begegnet sind.
Da der Cabot Trail eine Ringstraße ist, gibt es keinen festen Startpunkt. Die meisten Reisenden beginnen und beenden ihre Tour jedoch in Baddeck. Von dort aus kannst Du entscheiden, ob Du die Runde im oder gegen den Uhrzeigersinn fährst.
Man kann den Trail theoretisch in etwa fünf Stunden durchfahren, aber dann sieht man nichts. Wenn Du die Highlights und Wanderungen mitnehmen möchtest, solltest Du mindestens einen vollen Tag (ca. 9 Stunden) einplanen. Viele Besucher nehmen sich sogar zwei bis drei Tage Zeit, um es entspannter anzugehen.
Ja, Schwarzbären sind im Cape-Breton-Highlands-Nationalpark heimisch. Es ist jedoch eher selten, dass man sie direkt am Straßenrand sieht. Wenn Du wanderst, solltest Du Dich laut unterhalten, um Tiere nicht zu überraschen. Halte Dich beim Wandern immer an die offiziellen Wege und nimm Deinen Müll wieder mit.
Ich empfehle die Fahrt gegen den Uhrzeigersinn. So fährst Du auf der rechten Straßenseite direkt an der Küste. Das macht es deutlich einfacher, spontan an den vielen Aussichtspunkten (Look-offs) rechts ranzufahren, ohne den Gegenverkehr kreuzen zu müssen.
Nein, stelle Dich auf große Funklöcher ein. Besonders in den bergigen Abschnitten des Nationalparks bricht das Signal oft komplett weg. Lade Dir Deine Karten vorab für die Offline-Nutzung herunter, damit Du die Orientierung nicht verlierst.
Fazit: Lohnt sich der Cabot Trail?
Der Cabot Trail bietet eine raue Natur, die ich nicht missen möchte. Meine persönlichen Highlights waren Green Cove, der Bog Trailhead und der Skyline Trail. Kulinarisch war das Tall and Small Café unschlagbar, und die heimelige Unterkunft in Chéticamp hat den Trip perfekt abgerundet.
Trotzdem mein ehrliches Resümee: Wer sich zwischen South Shore und Cabot Trail entscheiden muss – für mich hat die South Shore gewonnen. Das lag am besseren Wetter und den traumhaften Stränden. Der Cabot Trail war mir am Ende eine Spur zu abgelegen, auch wenn die Erlebnisse dort einzigartig waren.