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    Trauminsel Mallorca: Heimat der Zitrusfrüchte

    Also guuut ich gebe es zu: Ich hatte so meine Vorurteile was Mallorca betrifft. Und das geht vermutlich einigen so. Besonders gut war ich vor meinem Urlaub nicht über diese Insel informiert. Und so hatte ich in meinem Gedächtnis lediglich Ballermann-Erzählungen meiner Freunde abgespeichert und diesen schönen Flecken Erde zunächst unter Party-Insel verbucht. Dabei hat Mallorca wirklich einiges zu bieten!

     

    Trauminsel Mallorca: Heimat der Zitrusfrüchte

    Eine Ziege am Meer

     

    Für uns Freiburger ist es total easy nach Mallorca zu kommen. Am Flughafen Basel Mulhouse ist man in Nullkommanichts und von dort in knapp zwei Stunden am Ziel. Wir sind früh morgens geflogen und hatten so noch den ganzen Tag vor uns. Beim Buchen des Rückflugs haben wir darauf geachtet, dass wir erst gegen Abend fliegen, damit wir auch hier keinen Tag verlieren.

     

    Mallorca ist auch im Frühling eine Reise wert

     

    Ich glaube es ist wichtig zu erwähnen, dass ich diese Reise im März angetreten habe. Wenn ich also von dieser Insel schwärme, so sind mir die Touristenmassen, die Mallorca im Sommer überschwemmen, gänzlich unbekannt. Wettertechnisch hatte ich riesen Glück. Es war schön warm und die Sonne hatte schon richtig viel Kraft.

     

    Trauminsel Mallorca: Heimat der Zitrusfrüchte

    Malerische Seitengasse in Mallorca

     

    Für unser Unterkunft habe ich eine Ferienwohnung in Alcudia ausgewählt. Die Stadt liegt im Norden der Insel, etwa eine Autostunde von Palma de Mallorca entfernt. Als Ausgangspunkt für Ausflüge ist das ideal. In Pollença und Port de Pollença ist man in 20 Minuten, im wunderschönen Soller in einer Stunde und auch für die Coves del Drac im Osten Mallorcas benötigt man etwa eine Stunde Fahrt.

     

    Mit dem Auto ist man in Mallorca schnell am Ziel

     

    Unser erster Ausflug führte uns zunächst entlang Alcudias Strandpromenade und danach in die Altstadt. Die Mallorquiner haben definitiv ein Händchen dafür ihr Städtchen zu gestalten, denn die kleinen Gässchen sind wirklich malerisch! Überall stehen bepflanzte Kübel und der Duft der Bitterorangenblüten ist allgegenwärtig.

     

    Trauminsel Mallorca: Heimat der Zitrusfrüchte

    Ein Café in Mallorca

     

    Ich bin ein großer Fan der mallorquinischen Küche. Das Essen ist natürlich sehr mediterran angehaucht und ziemlich rustikal. Es gibt viel Fisch und deftiges Gemüse. Toll sind die Tagesessen – Menu del dia – die in fast jeden Restaurant zur Mittagszeit angeboten werden. Ich hatte den Eindruck, dass dieses Angebot gerade von Einheimischen genutzt wird und da ich im Urlaub gerne landestypisch esse, war ich mit diesen Gerichten immer auf der sicheren Seite.

     

    Orangen auf dem Fensterbrett, Mallorca

    Orangen auf dem Fensterbrett, Mallorca

     

    So unspektakulär es klingt: Geröstetes Brot mit Olivenöl, Tomaten und Knoblauch – kurz Pamboli – ist einfach der Hit! Während meines Urlaubs habe ich also immer gut gespeist. Eine Ausnahme muss ich machen, denn in Palma de Mallorca bin ich auf der Suche nach einer richtig guten Paella tatsächlich in eine Touristenfalle getappt und habe für eine undefinierbare Schlampampe ziemlich viel Geld bezahlt. Aber auch das gehört dazu!

     

    Die Kirche St. Bartholomäus in Sóller

    Die Kirche St. Bartholomäus in Sóller

     

    Besonders angetan hat mir übrigens das Städtchen Soller. Dort ist es richtig idyllisch. Von Alcudia ist es nicht sehr weit und das Auto kann bequem am Ortseingang geparkt werden. Vor der Kirche Sant Bartomeu, mitten im Stadtzentrum hängen die Bäume voller Orangen und bilden einen schönen Kontrast zu der hellen Standsteinfasade.

     

    Trauminsel Mallorca: Heimat der Zitrusfrüchte

    Orangen und Zitronen vor jedem Laden

     

    Es sind die kleinen Geschäfte, die das Stadtbild prägen. Die allgegenwärtigen Zitrusfrüchte und die achteckigen Boxen mit süßem, gezuckertem Gebäck gibt es wirklich überall. Aber auch leckere eingelegte Oliven und allerhand Brotaufstriche und Gewürze lassen das Koch- und Backherz höher schlagen.

     

    Trauminsel Mallorca: Heimat der Zitrusfrüchte

    Der Wanderweg nach Port de Sóller

     

    Von Soller habe ich die vielleicht schönste Wanderung meines Mallorca-Urlaubs unternommen. Zu Fuß ging es bis nach Port de Soller. Je nachdem wie schnell man läuft, dauert die Wanderung etwa eine Stunde und ist gar nicht beschwerlich. Und hier ist wirklich der Weg das Ziel. Der Weg ist ganz verwunschen, mit knorrigen Holztoren und alten Olivenbäumen. Und das Beste: Man läuft an einem Meer blühender Orangen- und Zitronenbäume vorbei.

     

    Trauminsel Mallorca: Heimat der Zitrusfrüchte

    Ein Orangenhain in Mallorca

     

    Entlang des Weges standen oft Kisten voller reifer, süßer Früchte. Die Zitronen sind wirklich kein Vergleich zu dem was wir in deutschen Supermärkten vorfinden. Praktisch für den hungrigen Wanderer liegt neben jeder Kiste ein Messer. So kann man die Früchte gleich vor Ort vernaschen.

     

    Mit der Bahn die mallorquinische Landschaft genießen

     

    Von Port de Soller fährt ein historisches Bähnchen – der rote Blitz – wieder zurück nach Soller. Der Name ist aber nicht Programm, es geht ziemlich gemächlich voran. Man bezahlt noch ganz altmodisch in der Bahn. Nichts mit Fahrschein am Automaten lösen!

     

    Trauminsel Mallorca: Heimat der Zitrusfrüchte

    Orangenverkauf am Wegesrand

     

    Jeden Sonntag ist in Pollença Wochenmarkt. Es lohnt sich früh auf den Beinen zu sein und zusammen mit den Einheimischen einen Kaffee zu trinken, ein Ensaïmada de Mallorca – ein Gebäck aus Mehl, Wasser, Zucker, Eiern und Schweineschmalz – zu naschen ud sich dann in den Trubel zu stürzen. Die Gemüse- und Obststände drängen sich dicht an dicht und überall preisen Menschen ihre Ware an. Ziemlich viel los.

     

    Trauminsel Mallorca: Heimat der Zitrusfrüchte

    Artischoken auf dem Markt in Pollença

     

    Oberhalb des Städtchens gibt es eine kleine Kapelle. Der Aufstieg ist nichts für müde Beine, es sind nämlich über 300 Stufen, aber ich werde mit einer fantastischen Rundumsicht auf Pollença belohnt. Wer gerne bummelt, so wie ich, der kommt ganz sicher auf seine Kosten.

     

    Ein Blick über die Dächer von Pollença lohnt sich

     

    Also Stärkung gibt es auf dem Markt wahrlich genug. Ich habe mich für ein paar Euros mit kleinen frittierten Teigbällchen versorgt, die mir knusprig und goldbraun entgegengelacht haben. In den Gassen gibt es ganz viele kleine Läden. Und ich konnte nicht wiederstehen und habe mich mit kleinen bemalten Tonschalen eingedeckt. Jetzt kann der nächste Tapas-Abend kommen!

     

    Trauminsel Mallorca: Heimat der Zitrusfrüchte

    Markt in Pollença

     

    Mallorcas Landschaft ist unheimlich vielseitig. Zum einen gibt es die wunderschönen Strände, die man im Frühling fast für sich alleine hat. Dann wieder fährt man in Serpentinen hinauf in die Berge und in ein völlig anderes Mallorca. Die Straßen muss man sich häufig mit Radlern teilen, die sich in Schwärmen die Berge hinauf strampeln.

     

    Trauminsel Mallorca: Heimat der Zitrusfrüchte

    Das mallorquinische Meer

     

    Den letzten Tag in Mallorca habe ich in Palma de Mallorca mit einem leckeren mallorquinischen Mandelkuchen ausklingen lassen. Den werde ich auf jeden Fall zu Hause backen und dabei in Mallorca-Erinnerungen schwelgen! Oder vielleicht doch lieber Zitronen Cupcakes oder Zitronenkuchen mit Olivenöl machen? Wir werden sehen! Bis dahin ihr Lieben!

     

    Viele Grüße

    Eure Zimtblume